Domaine Hubert Lignier

45, Grand Rue

21220 Morey-Saint-Denis

(Burgund, Côte d‘Or) FRANKREICH

Tel.: 0033 380 518 740

Internet: www.hubert-lignier.com

 

Besitzer: Familie Lignier

Adresse vom Keller „Grand Cèdre“: 13, route national N74

 

Rotweine

Gevrey-Chambertin AC, Les Seuvrées

Traubensorte: 100% Pinot Noir

*****

Charmes-Chambertin Grand Cru AC

Traubensorte: 100% Pinot Noir

*****

Morey-Saint-Denis 1er Cru Blanchards AC

Traubensorte: 100% Pinot Noir

*****

Chambolle-Musigny AC, Les Baudes

Traubensorte: 100% Pinot Noir

*****

Nuits-Saint-Georges AC, Les Didiers

Traubensorte: 100% Pinot Noir

*****

Morey-Saint-Denis 1er Cru AC, Vieilles Vignes

Traubensorte: 100% Pinot Noir

*****

Morey-Saint-Denis 1er Cru Les Chaffots AC

Traubensorte: 100% Pinot Noir

 

Man könnte von einem grösseren Familien-Drama sprechen, das 2004 in der Familie Hubert Lignier ausbrach. Seinem Sohn Romain Lignier, wollte es der Vater mit der Übernahme des Weingutes besonders leicht machen und die Erbschaftsteuerer soweit als eben möglich zu umgehen. In solch einem Fall, gründet man eine Firma und überschreibt oder verkauft dann die in Aussicht stehenden Erbanteile, an die neu gegründete Firma. Hubert und sein Sohn machten bis anhin Spitzenweine im Burgund und der Vater war überzeugt, sein Sohn würde das Weingut nach seinen Ideen weiterführen. 2004 kam aber alles anders als geplant, der Sohn verstarb an einem unerwarteten Hirnschlag, der dann zur folgenschweren Familie-Krise führte. Durch den schon fast ganz übertragenen Anteil des Weingutes und die dazu gehörenden Rebenflächen, waren nun die Kinder von Romain die rechtsmässigen Erbfolger des Weingutes. Da diese beiden Lucie und Auguste, aber noch nicht volljährig waren, übernahm die Frau von Romain, Kellen, eine Amerikanerin die Interessen der Kinder. Die Anwälte streiten sich nun oder haben die Teilung des Weingutes bereits vorgenommen. Leider eines der vielen Beispiele, wie es immer wieder zur Teilung der Rebenflächen im Burgund kommt, die dann so klein werden, das man mit ihnen kaum mehr etwas Richtiges anfangen kann. Die Folge daraus ist, auch die Preise steigen bei den guten Produzenten ins Unermessliche, da es einfach zu wenig Wein gibt. Das neue Weingut heisst jetzt Lucie et Auguste Lignier, das alte läuft mit Vater Hubert und Sohn Laurent, unter dem alten Namen Hubert Lignier weiter.

   
2015

Morey-Saint-Denis 1er Cru Les Chaffots. 13,5 Vol% Alc. 100% Pinot Noir. Ganz klares Kirschrot. Das Bouquet punktuell, eher leicht, zeigt Tiefe und es duftet etwas nach Zwetschgenkompott. Im Gaumen eher ins Grenadine gehend, bringt er eine angenehme Süsse mit, dabei kommt aber auch eine sich in die breite ziehende Säure auf, dadurch wird er zum Abgang hin etwas trocken und bricht dabei aromatisch ab. Sein Nachhall ist gut, wenn auch nicht sehr lang, für einen 1er Cru in dieser Preisklasse, kommt er mir aber etwas zu leicht daher. Ich möchte dabei mal auf den Mercurey 1er Cru Clos des Barraults, der Domaine Michel Juillot verweisen, der mich an diesen erinnert und etwa die Hälfte kostet. Diesen Morey-Saint-Denis jedoch habe ich am Tag danach, sogar noch um eine halbe Note abgewertet, weil er effektiv schwächer wurde.
Am 10-02-2020 16/20 aus dem Vinoteque/Super800/Bormioli-Glas. Trinken bis 2025.

   
2009

Gevrey-Chambertin, Les Seuvrées. 100% Pinot Noir. Mattes Kirschrot. Feines, recht offenes Bouquet, mit vor allem Himbeeren, Holz- und Vanille-Aromen. Im Gaumen, bei frisch geöffneter Flasche, fällt zuerst noch eine präsente Säure auf, die sich jedoch mit der Zeit legt oder nicht mehr auffällt, sie sorgt aber auch für die Frische, die nicht jedem Burgunder aus dem Jahr 2009 zugesprochen werden kann. Die Frucht-Aromen im Gaumen anderes, erinnern hier mehr an Erdbeeren und breiten sich vollmundig aus. Er bricht aromatisch zum Abgang hin ab, was jedoch bei einem Village-Wein aus dem Burgund, zum grössten Teil die Regel ist. Es scheint, dass dieser jetzt in bester Reife steht und mir jedenfalls so recht viel Trinkspass bereitete. Für CHF 109,-- im Restaurant Didi’s Frieden in Zürich getrunken.
Am 04-11-2019 16,5/20 aus dem Viña/Burgund/Schott-Glas.

   
2006

Morey-Saint-Denis 1er Cru Blanchards. Gereiftes, klares Kirschrot. In der Nase animalisch-erdig-fruchtige Noten. Er wirkt kräftig, flach, rauchig und erinnert an angebranntes Kompott. Im Gaumen wiederholen sich die Aromen fast auf den Punkt genau, er bricht aber gegen hinten zu ab und domminiert mit Säure und sehr trockenem Ende. Der Nachhall ist mässig, der Abgang gleich Null und das, für solches Lob das man überall zu dieser Domaine nachlesen kann. Werde es aber sicher nochmals mit einer Flasche vor dem Jahrgang 2004 versuchen.
Am 22-07-2012 15/20 aus dem Gabriel-Glas.