Domaine Armand Rousseau et Fils

1, Rue de l’Aumônerie

21220 Gevrey-Chambertin ( Côte de Nuits )

BURGUND / FRANKREICH

Tel.: 0033 380 34 30 55 / Fax: 0033 380 58 50 25

E-Mail: contact@domaine-rousseau.com

Internet: www.domaine-rousseau.com

 

Besitzer: Familie Rousseau

Rebenfläche: total rund 15,5 ha

 

Rotweine

Gevrey-Chambertin AC

Rebenfläche: 5 Lagen 1,73 ha Pinot Noir

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Gevrey-Chambertin AC, Clos du Château (Monopol)

Rebenfläche: 1,36 ha

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Gevrey-Chambertin 1er Cru Lavaux Saint-Jacques AC

Rebenfläche: 0,76 ha Pinot Noir

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Gevrey-Chambertin 1er Cru Les Cazetiers AC

Rebenfläche: 0,60 ha Pinot Noir

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Gevrey-Chambertin 1er Cru Clos Saint-Jacques AC

Rebenfläche: 2,21 ha Pinot Noir

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Gevrey-Chambertin 1er Cru Clos Prieur AC

Rebenfläche: 0,17 ha Pinot Noir

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Clos des Ruchottes Chambertin, Grand Cru AC (Monopol)

Rebenfläche: 1,06 ha Pinot Noir

Jahresproduktion: ca. 4100 Flaschen (1995)

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Charmes-Chambertin, Grand Cru AC

Rebenfläche: 0,61 ha Pinot Noir

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Chambertin, Grand Cru AC

Rebenfläche: 2,55 ha Pinot Noir

Jahresproduktion: 10‘100 Flaschen (2000)

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Mazy-Chambertin Grand Cru AC

Rebenfläche: 0,53 ha Pinot Noir

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Mazoyères-Chambertin Grand Cru AC

Rebenfläche: 0,86 ha Pinot Noir

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Chambertin-Clos-de-Bèze, Grand Cru AC

Rebenfläche: 1,42 ha Pinot Noir

Jahresproduktion: 7‘400 Flaschen (2000)

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Clos de la Roche, Grand Cru AC

Rebenfläche: 1,48 ha Pinot Noir

 

Was war das in den 80er Jahren für ein Erlebnis, wenn man mit Monsieur Charles Rousseau, der den Betrieb 1959 von seinem Vater übernahm, der bei einem Autounfall im gleichen Jahr ums Leben kam. Das warmherzige Auftreten bleibt mir immer noch in Erinnerung, auch seine Art mit uns durch seine Barrique-Reihen zu gehen, werde ich nie vergessen. Der Weg begann immer zuerst auf der rechten Keller-Seite, am Anfang mit dem Gevrey-Chambertin, dann entlang der Barrique-Reihe zu seinen besten 1er Cru Lagen, bei dem er meistens den Clos Saint-Jaques, als krönendes Ende reichte. Auf der linken Keller-Seite dann die Grand Crus, bei dem ich die hinteren Barriques mit dem Clos-de-Bèz kaum erwarten konnte. Nicht zu vergessen ist auch, Charles war es, der den ganzen Grand Cru Clos des Ruchottes mit 1,06 ha kaufte und damit eine Monopol-Lage besass. Nun ist der am 17. Mai 1923 geborene Charles mit 93 Jahren im 2016 verstorben. Bereits 1982 kam sein Sohn Eric, nach absolvierter Landschaftshochschule im Weinbau in Mâcon, zum Betrieb hinzu. Es konnte durch ihn auch weitere grossartige Parzellen dazugekauft werden, doch lasen die Weine vielmals zu wünschen übrig. Im 2014 kam die Tochter Cyrielle neu in den Betrieb zurück, was meine positiven Notizen ab 2015 erklären dürfte. Sie machte den Abschluss in Geologie, ein Studium im Weinbau und dem DTO in Dijon. In Oregon, Australien und Neuseeland, holte Sie sich nicht nur neue Erfahrungen im Weinbau, sondern auch über das Geschäft mit Importeuren.

   
2016

Gevrey-Chambertin. Ganz klares Kirschrot. Das Bouquet sauber, flach, anfangs verhalten, er bringt Aromen von Grenadine und Holz mit feiner Süsse. Auch im Gaumen bringt er eine gute Süsse reifer Trauben, wirkt süffig angenehm und bringt die Aromatik vom Bouquet wieder. Den Wein im Bénatton in Beaune zum Mittagsmenu getrunken, entwickelt er sich laufend zum noch Besseren. Hier muss sich was geändert haben, blickt man zurück auf meine Notizen von 2007 und 2006. Die Preise hingegen an der Côte-de-Nuits, haben inzwischen eine Höhe erreicht, die manchem das Staunen ins Gesicht zeichnet.
Am 11-03-2019 16,5/20 aus einem Vinum/Burgund/Riedel-Glas.

   
2015

Gevrey-Chambertin 1er Cru Lavaux St Jacques. Nachdem wir am 11-03-2019 bereits vom Gevrey-Chambertin 2016 positiv überrascht waren und auf der Weinkarte vom Au Fil du Zinc in Chablis den Lavaux sahen, mussten wir den auch noch verkosten. Wir bekamen die letzte Flasche von dreien, die sie erhalten hatten. Auch der Traumpreis im Restaurant unter 200 Euro, machte den Entscheid leichter. Kein dunkelfarbiger Pinot, aber das Bouquet wie die Aromatik, waren sehr gut. Leider nicht mehr notiert, Essen und Wein waren zu gut, um sich vom notieren ablenken zu lassen. Findet man den Wein, was wohl kaum sein wird unter CHF 100,-- würde ich sagen, bekommt man was für sein Geld, liegt er darüber, ist das Spekulation und hat nichts mit der Qualität zu tun, die Sie dafür erhalten, das ist meine Meinung dazu. Es gibt sicher 3-5 weitere Produzenten von gleicher oder sogar besserer Qualität in Gevrey, die unter CHF 100,-- zu finden sind.
Am 03-08-2019 +17/20 aus einem Burgunder-Glas.

   
2007

Charmes-Chambertin. Helles, klares Bordeauxrot. In der Nase wirkt er breit und zu oberflächlich, riecht nach Joghurt, Kohl und Petersilien. Auch beim Trinken kommt eher Abneigung auf und nur weil der Preis mit über Sfr. 100,-- doch hoch war, versucht man noch einen Schluck. Der wird jedoch mit der gleichen Abneigung quittiert und trotz etwas Zimt und Süsse, schmeckt er ausgelaugt und dünn. Mit so viel Regenwasser sollte er dann aber wenigstens nur die Hälfte kosten. Nach langer Belüftung verschwindet der Kohl Geruch, was ihm dann allerdings auch nicht weiter hilft.
Am 06-12-2009 14/20 aus dem Fine/Burgund/Schott-Glas.

   
2006

Charmes-Chambertin. Helles Bordeauxrot. In der Nase fein, tief aber schwach, nach geräuchertem Speck. Im Gaumen gefällt er besser, dort zeigt er sich kräftig, rund und voll. Die Frucht und Holz Aromen zeigen erste Reife, doch finde ich seine Aroma Palette zu einfach und seine Struktur eher einem viel älteren Wein gleichend. Erst zum Schluss, in dem er zwar trocken wird, aber sich im Nachhall recht kräftig zeigt und dann die angenehm guten Aromen von Vanille, Holz und Himbeeren frei gibt, beginnt er wirklich zu gefallen.
Am 18-03-2011 +16,5/20 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas, im Le Montrachet im Offenausschank.

   
2006

Gevrey-Chambertin. Gereiftes, helles Bordeauxrot. In der Nase nach Wachs, Holz, aber nicht dem üblichem Eichenholz Duft, sondern eher in Richtung Tannenholz. Er wirkt weich und tief im Glas. Im Gaumen kommt er weich und recht fett mit viel Holz daher. Seine Aromen brechen Mitte Gaumen ab und zeigen daher weder Nachhall noch Abgang. Für den Wein spricht, das dieser doch sehr sauber gemacht ist, aber in Anbetracht seines Preises wieder um zu schlank geraten ist. Er erinnert mich auch etwas an Schweizer Pinot Noir.
Am 06-12-2009 14,5/20 aus dem Fine/Burgund/Schott-Glas.

   
1982

Chambertin Clos de Bèze. Ein nicht ganz einfaches Burgunder Jahr. Trotzdem dieser Wein ist gut geraten und ich hab ihn im richtigen Moment erwischt. Helles Mahagonirot, weit entwickelte Farbe. In der Nase fein fruchtig, etwas erdig und Vanille Noten. Im Gaumen kommt er ausserordentlich weich ausbreitend mit guter Frucht und zeigt einen langen Abgang an. Ein freudiges Ereignis zusammen getrunken mit Helmi Edinger.
Am 20-07-1992 16/20 aus dem Vinum/Burgund/Riedel-Glas.

   
1970

Clos de la Roche. Mahagonirot. In der Nase ein fast betörend, reifes Bouquet, das an Erdbeeren, ganz feine Zimt, Brot und Hefe Noten erinnert. Im Gaumen extrem fein und filigran, mit wunderbaren Fruchtaromen. Wir haben den Wein ohne zu dekantieren eingeschenkt, was offensichtlich die richtige Entscheidung war, denn nach circa einer Stunde begann er vor allem im Gaumen an Kraft zu verlieren. Hätten Sie die Möglichkeit solch eine Flasche zu kaufen, sollten Sie darauf achten, dass der Füllstand nicht tiefer ist als auf dem Foto, das Sie zu dieser Flasche in der Galerie finden. Man sollte sich auch vergewissern, das so eine Flasche gut gelagert wurde, also die Kellertemperatur sicher nie über 18°C lag.
Am 09-03-2013 nach über 40 Jahre im Keller 17/20 aus dem Fine/Burgunderpokal/Schott-Glas.

   
1969

Chambertin. Helles Mahagonirot. Weiches, fast fischiges bis blumiges Bouquet. Im Gaumen rund, weich, aber ohne Leben. Noch keine oxidativen Noten, doch sollte man diesen umgehend austrinken.
Am 15-05-1987 13/20 aus dem Vinum/Burgunderpokal/Riedel-Glas.