Château Le Bon Pasteur

10, Chemin de Maillet

(Libournaise Bordeaux) 33500 Pomerol

FRANKREICH

Tel.: 0033 557 51 52 43 / Fax: 0033 557 51 52 93

E-Mail: contact@rollandcollection.com

Internet: www.rollandcollection.com

 

Besitzer: Golding Group (Mister Pan)

Direktor: Benoit Prévot

Grundfläche total: 7 ha

Rebenbestand: 80% Merlot und 20% Cabernet Franc

 

Rotwein

Château Le Bon Pasteur, Pomerol AC

Alter der Reben: angepflanzt vor 1980

Ausbau: 15–18 Monate in bis zu 100% neuen Barriques

Jahresproduktion: ca. 20‘000 bis 30‘000 Flaschen je nach Jahr

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Zweitwein

L’Étoile de Bon Pasteur

 

Der 1947 in Pomerol geborene innovative Michel Rolland übernahm 1979 nach dem Tod seines Vaters mit seiner Mutter die Leitung über das Weingut, das seit 1920 im Besitz der Familie war. Er war 1987 einer der ersten in der Region, der seine Gärtanks mit Temperaturkontrolle ausstattete, auch begann er, in dieser Zeit seine Berater-Tätigkeiten. Lange Zeit hörte man Rolland hier und Rolland da, nie sah ich bis heute nur eine kritische Zeile über den Michel Rolland, der von vielen Fachleuten in den höchsten Önologen-Himmel gehoben wird. Na ja, manchmal lässt sich das sogar so lesen wie, wenn er gerade noch den Wein erfunden hätte. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ihm solche Lobeshymnen manchmal eher unangenehm sind. Dass auch er nur einer der Guten ist, zeigte deutlich die 88er Bordeaux-Blinddegustation, an der er lediglich im Mittelfeld landete. Liesst man aber die überschwänglichen Lobeshymnen, die zu diesem Jahrgang schon geschrieben wurden, so sieht man heute, dass auch dieser nur mit Wasser kocht. Dann hört man wieder von eifrigen Winzern sagen ja, der Rolland hat jetzt einige seiner Beratung-Mandate abgegeben, aber bei mir ist er noch tätig. Wie auch immer, zuerst testen und dann Loben ist meine Devise. Leider hört nun aber auch diese Geschichte eher traurig auf, Roland hat sein Familien-Erbe an die Golding Group in China verkauft. Wie viel Stolz den Franzosen ihre Topweingüter wert sind, zeigt auch dieses Beispiel wieder, Geld zählt sogar mehr als das Familienerbe.

   
2016

Le Bon Pasteur. Vorabzug. Tief dunkles violett. Das Bouquet kompakt, Frucht- und Holz-Aromen sind gut ausbalanciert und es kommt eine gute Süsse auf. Im Gaumen dann sehr gut, er hat alles, was ein guter Wein in sich hat, Frucht, Holz und etwas Vanille-Aromen. Zum Ende hin wird er etwas zu trocken, hoffen wir, das legt sich noch. An der grossen Verkostung der Grands Crus de Bordeaux an der Vinexpo in Bordeaux.
Am 20-06-2017 16,5/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas.

   
2013

Le Bon Pasteur. Ernte: 02. bis 08. Oktober 2013 den Merlot und vom 11. bis 15. Oktober 2013 den Cabernet Franc. Assemblage, 80% Merlot und 20% Cabernet Franc.

   
1999

Le Bon Pasteur. Tief dunkles Mahagonirot. Fettes, offenes, ohne in die Tiefe gehendes Bouquet, es wirkt trotz Holzbetonung harmonisch. Im Gaumen mit leicht metallischer Note, kommt er aber vollmundig, mit guter Frucht, bringt Kaffee-Röstaromen und eine vordergründige Säure. Ein kräftiger, aber auch ein sehr trockener Wein, dem vermutlich bald das Fett im Körper ausgeht. An der grossen Bordeaux Blinddegustation mit 28 Weinen, an der er mit 16,35/20 Punkten den 3. Platz belegte.
Am 20-10-2019 16,5/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas.

   
1988

Le Bon Pasteur. Klares, tief dunkles Mahagonirot. In der Nase stumpf, nach roten Beeren. Auch im Gaumen herrscht der Geschmack von roten Beeren, die mit etwas mehr Säure, ja genau die Johannisbeeren sind es. Auch die Tabak-Aromen sind im noch weichen Körper spürbar, zu guter Letzt wird er aber auch noch sehr trocken und daher kann ich diesen nur gerade noch zum Essen empfehlen. An der grossen Bordeaux Blinddegustation, an der er mit 15,09/20 Punkten den 8. Platz von 15 Weinen belegte.
Am 18-10-2009 13/20 aus dem Fine/660/Schott-Glas.
Nochmals. Tief dunkles Mahagonirot. Das Bouquet immer noch recht frisch, holzbetont, bringt aber auch dezente Backpflaumen-Aromen hervor. Im Gaumen saftig, vollmundig, recht fett, er tritt erdig-fruchtig und mit kräftiger Holzunterstützung auf. Auch jetzt nicht wirklich gross, aber viel besser als im 2009. Er ist süffig geworden, hat er Temperatur, erinnern die Aromen mehr an Erdbeeren, trinken Sie ihn kühler, so bleiben die Aromen mehr schwarz-fruchtig. Baut er noch seine erdigen Aromen ab, so wird er ein richtiger Spassmacher. Dies an der Degustation vom 18-10-2009, nicht recht erkannt zu haben, enttäuscht mich nun sehr.
Am 11-11-2019 +16,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Trinken bis 2025.