Château Mouton Rothschild

Rue de Grassi

33250 Pauillac ( Bordeaux )

FRANKREICH

Tel.: 0033 556 73 20 20 / Fax: 0033 556 73 20 91

Internet: www.chateau-mouton-rothschild.com

 

Besitzer: Baronne Philippine de Rothschild S.A.

Rebenfläche: 74 ha

Rebenbestand rot: 80% Cabernet Sauvignon, 10% Cabernet Franc,

8% Merlot und 2% Petit Verdot

Pflanzendichte: 8500 Reben/ha

Ertrag: 55 hl/ha

Jahresproduktion: 25’000 bis 30’000 Kisten zu 12 Flaschen

 

Rotwein

Château Mouton Rothschild, 1er Grand Cru Classé, Pauillac AC

seit dem 21. Juni 1973 zum 1er Cru aufgestiegen

Jahresproduktion: 25’000 Kisten zu 12 Flaschen

Ausbau: 19-22 Monate in 100% neuen Barriques

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Zweitwein

Le Petit Mouton de Mouton Rothschild, Pauillac AC

Jahresproduktion: rund 10% vom Mouton Rothschild

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Weisswein

Aile d’Argent, Bordeaux AC

Rebenfläche: 6 ha

Rebenbestand: 48% Sémillion, 38% Sauvignon Blanc und 14% Muscadelle

Pflanzendichte: 9000 Rebstöcke pro ha

Ertrag: 45 hl/ha

Jahresproduktion: ca. 1500-2000 Kisten

   
2016

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von William Kentridge (1955 bis heute). Ernte vom 26. September bis 14. Oktober 2016.

   
2015

Château Mouton Rothschild. Etikett von Gerhard Richter (geb. 1932). Assemblage: 82% Cabernet Sauvignon, 16% Merlot und 3% Cabernet Franc.

   
2014

Château Mouton Rothschild. Etikett von David Hockney (geb. 1937 bis heute). Ernte vom 19. September bis 9. Oktober 2014. Assemblage 81% Cabernet Sauvignon, 16% Merlot und 3% Cabernet Franc.
Tief dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet sehr fein, jedoch zurückhaltend und breit wirkend. Es zeigt kurz nach dem Öffnen Tiefe und etwas Frucht, die sich dann mehr von den Barrique-Aromen verdrängen lässt. Ist der Wein längere Zeit offen, kehren Frucht-Aromen wieder zurück. Im Gaumen zeigt er Kraft mit schon fast betörender Eleganz. Er tritt mit fein sämiger Struktur und sehr gut ausbalancierter Tannin-Säure-Balance auf. Ich würde diesen in seiner Fruchtphase nur noch bis Ende 2018 trinken und dann im Keller vergessen.
Am 31-12-2014 +17,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Trinken ab 2025 bis 2040.

   
2013

Château Mouton Rothschild. Etikett von Lee Ufan (geb. 1936 bis heiute). Ernte vom 30. September bis 9. Oktober 2013. Ertrag 30 hl/ha. Assemblage: 89% Cabernet Sauvignon, 7% Merlot und 4% Petit Verdot.

   
2013 Le Petit Mouton. Assemblage: 93% Cabernet Sauvignon und 7% Merlot.
   
2012

Château Mouton Rothschild. Etikett von Miquel Barceló (geb. 1957 bis heute). Ernte vom 1. bis 15. Oktober 2012. Assemblage: 90% Cabernet Sauvignon, 8 % Merlot und 2% Cabernet Franc.

   
2011

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Guy de Rougemont (geb. 1935 bis heute). Ernte 12. bis 28. September 2011. Assemblage: 90% Cabernet Sauvignon, 7% Merlot und 3% Cabernet Franc.

   
2008

Château Mouton Rothschild. Das Etikett Xu Lei (geb. 1963 bis heute). Ernte vom 2. bis 15. Oktober 2008. Assemblage: 83% Cabernet Sauvignon und 17% Merlot.
Als Vorabzug auf dem Château getrunken, dabei gut, aber etwas skeptisch eingestellt und der immer noch offenen Frage, war das wirklich der Grand Vin?
Am 05-07-2009 16,5/20 aus einem Bordeaux-Glas. (siehe Bild in der Galerie)

   
1999

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Raymond Savignac (1907-2002). Ernte vom 24. September bis 2. Oktober 1999. Assemblage: 78% Cabernet Sauvignon, 18% Merlot und 4% Cabernet Franc.
Tief dunkles Mahagonirot. Das Bouquet flach, ohne Tiefe, mit Kaffee-, Mocca- und Röstaromen. Im Gaumen vordergründig, trocken, wirkt sauer, kurz, mit viel Holz und Röstaromen. Ein Möchtegern-Gross. An der grossen Bordeaux Blinddegustation mit 28 Weinen, an der er mit 14,92/20 Punkten den 20. Platz belegte. (Infos im Lexikon)
Am 20-10-2019 14/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas.

   
1995

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Antoni Tàpies (1923-2012). Ernte vom 12. bis 27. September 1995. Assemblage: 72% Cabernet Sauvignon, 19% Merlot und 9% Cabernet Franc.
Tief dunkles Bordeauxrot. Volles, warmes, tiefes und immer noch frisch wirkendes Bouquet, das an Brombeeren erinnert, die von einer dezenten Barrique-Note getragen werden. Es duftet weit frischer, als der Wein alt ist. Im Gaumen vollmundig, sehr fein, der Nachhall lang und der Abgang kräftig. Nebst der Frucht, die dieser Jahrgang bei Mouton in selten deutlicher Art bringt, zeigt er auch eine feine Süsse, die aber auch von dezenten Grün-Noten begleitet wird. Es kommt mir im Moment vor, als sei dieser Wein noch 20 Jahre zu jung, obwohl aus einer 37,5cl Flasche getrunken, die mit einem Korken verschlossen war, der Zweifel aufkommen lies. Korkenbruch in der Mitte beim Herausziehen und ein nicht einwandfreier Geruch des Korken, den man aber im Wein nicht feststellen konnte. Ansonsten war der Korken nur gerade an der unteren Seite etwa 2-3mm rot. Möchte man ihn jetzt schon geniessen, sollte man ihn mit etwa 18-20°C trinken und mindestens eine halbe Stunde in der Karaffe ruhen lassen. Am heutigen Tag wird genau diese 37,5cl Flasche bei Schubi in der Schweiz, zu CHF 285, 00 angeboten und die 75cl Flaschen findet man auf dem Markt um die Euro 500,00, was ich wiederum zum gebotenen Erlebten, für vollkommen überrissen halte, jedoch für die 20 Jahre Lagerzeit die er nun hinter sich hat, für angemessen ansehe. Die 37,5cl Flasche wurde damals in der Schweiz an Subskription zu etwa CHF 70,00 angeboten. Von da an darf man dem Wein für die Lagerung gute 10% pro Jahr zugestehen, was nach 10 Jahren bereits rund den doppelten Preis ergibt, der sich dann nach 20 Jahren wiederum verdoppelt und wir dann eben bei diesen CHF 280,00 angekommen wären, die er heute in der Schweiz kostet.
Am 27-11-2015 17,5/20 aus dem Veritas/Cabernet Merlot/Riedel-Glas. Trinken bis 2035.
Nochmals. Dunkles Bordeauxrot, sieht immer noch recht frisch aus. Das Bouquet animalisch, blockiert und flach. Im Gaumen fett, kompakt, gestört und fehlerhaft. Bricht aromatisch nach hinten ab und wird dann trocken. An der grossen Bordeaux Blinddegustation mit 11 Teilnehmer, an der er mit 15,59/20 den 15. Platz von 25 Weinen belegte. (Vermutlich war diese Flasche fehlerhaft), (Infos im Lexikon).
Am 19-02-2017 14/20 aus dem Viña/504/Schott-Glas.

   
1994

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Karel Appel (1921-2006). Ernte vom 19. September bis 1. Oktober 2014. Assemblage: 80% Cabernet Sauvignon, 8% Cabernet Franc, 10% Merlot und 2% Petit Verdot.
Dunkles Bordeauxrot, im Rand dezent ins mahagonirot auslaufend. In der Nase frisch-fruchtig, mit leichten Grün-Noten. Barrique, Frucht und Süsse verbinden sich zu einem interessanten Bouquet. Im Gaumen kommen Altholz-Aromen durch, zudem wirkt er fruchtig und erdig, mir dürfte dieser etwas mehr Fett haben. An der grossen Bordeaux-Blinddegustation, an der er mit 13,79/20 den 16. Platz von 17 Weinen belegte. (Infos im Lexikon)
Am 22-04-2012 14,5/20 aus dem Viña/404/Schott-Glas. Hab mir notiert, hält sich noch fünf Jahre.
Nochmals. Bordeauxrot mit Mahagonischimmer. Kräftiges, weiches, aber flaches Bouquet. Hat viel Holz und Tabak-Aromen im Bouquet. Sehr kräftig und attackierend im vorderen Gaumen, doch bleibt er einfach und mit direkten Aromen relativ kurz und ohne Abgang. Nicht schlecht, aber sicher dem Preis der 12 Cru Classé nicht würdig. Ich glaube aber, dass ich ihn an der Blinddegustation von der Haltbarkeit, beträchtlich unterschätzt habe.
Am 12-12-2015 15,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
1993

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Balthus (1908-2001). Ernte vom 23. September bis 10. Oktober 1993. Assemblage: 80% Cabernet Sauvignon und 7% Cabernet Franc. Was hätte das für ein Traum-Jahrgang für den Wein werden können, wenn anfangs September nicht einfach das Wetter, auf erbarmungslos hässlich umgestellt hätte.
Klares, schönes, dunkles Bordeauxrot. Tiefes, offenes und würziges Bouquet, mit fast tabaksüssen Aromen. Ein von der Struktur her gesehen sehr feiner Wein, der die Würze die er im Bouquet ankündet, auch im Gaumen bringt. Der Wein bleibt aromatisch fast unendlich lang im Gaumen, wenn auch nicht mit diesen reifen Aromen, die man sich nach 22 Jahren wünschen würde. Eleganz mit Kraft und Länge, hat er aber jetzt schon. Daher will man diesen Mouton nur einigermassen mit Reife trinken, wird man mindestens nochmals 10 Jahre auf ihn warten müssen, bis er einem dann den wahren Inhalt verrät.
Am 12-12-2015 17/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Trinken sicher bis 2030.
Nochmals. Nun aus einer 75cl Flasche, die zuvor am 12-12-2015 war eine 37,5cl, der Unterschied wohl nur im direkten Vergleich zu spüren. Daher verzichte ich auf den Beschrieb dieser Flasche und sage nur „gleich gut“ jetzt aber wenigstens mit grösserem Etikett. Ich freue mich nun auf die verbliebenen 2 kleinen 37,5cl Schöpli und der Magnum, die noch in meinem Keller ruhen.
Am 19-12-2015 17/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
1991

Château Mouton Rothschild. Dunkles Mahagonirot. Das Etikett vom Japaner Setsuko (1942-2015). Ernte vom 27. September bis 12. Oktober. Assemblage: 74% Cabernet Sauvignon, 8% Cabernet Franc und 18% Merlot.
Diesen in einer kleinen Blinddegustation getrunken mit Ch. Haut-Brion, Montus Prestige und Conte di Luna von Werner Stucky aus dem Tessin. Der Conte di Luna war lange Zeit in dieser Runde der beste Wein und nur mit dem Bouquet konnte der Mouton Rothschild mithalten. Es verging sicher mehr als eine Stunde bis aus dem schlanken Mouton, ein runder Wein wurde. Dazu habe ich notiert: Dunkles Mahagonirot. Im Bouquet noch etwas grün, mit Noten von Zimt, Holz und Pflaumen. Er gefällt und fesselt einem von Anfang an, Frucht und Finesse sind überraschend gut. Im Gaumen dann butterweich und trotzdem zeigt er noch Kraft. Er geht aromatisch total auf und bringt mehr Frucht als Holz-Aromen, zum Abgang hin jedoch bricht er ab. Der legt sicher noch etwas zu, ist aber jetzt schon wirklich gut zu trinken. Sie sollten ihn Minimum eine ½ Stunde zuvor dekantieren, um ihm ordentlich Luft zu verschaffen. Ich mag mich noch erinnern, als der Mouton 1991 teurer auf den Markt kam, als der 1990er, der vom Jahrgang her im Bordeaux einiges besser ausfiel, kann dieses Ergebnis der Grund sein?
Am 01-05-2018 +16,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Trinken bis 2030.

   
1990

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Francis Bacon (1909-1992). Ernte vom 18. September bis 3. Oktober 1990. Assemblage: 81% Cabernet Sauvignon, 10% Cabernet Franc und 9% Merlot.
Dunkles, klares Bordeauxrot. In der Nase mit domminierenden Barrique-Röstaromen, ein schwerer Brocken mit Tiefe. Auch im Gaumen verhält er sich etwa gleich, die Röst- und Barrique-Aromen domminieren noch. Er wirkt immer noch frisch und kaum entwickelt. An der grossen Bordeaux-Blinddegustation, an der er mit 15,41/20 Punkten den 22. Platz von 33 Weinen belegte. Ich meine, an dieser Degustation haben nicht alle erkannt, was in diesem Wein noch steckt. (Infos im Lexikon)
Am 15-01-2012 17/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Trinken ab 2015 bis ca. 2030.
Nochmals. Mahagonirot. Das Bouquet mit dezenter, animalischer Note mit viel Frucht, die an Himbeeren erinnert und einer guter Holz-Note. Schmeckt mir, auch wenn ich ihn wieder blind getrunken, als nicht ganz einfach einstufe. Er ist am Tag danach butterweich geworden, hat aber eine metallische Note bekommen. Ich hoffe doch sehr, dass ich mich hier nicht vor rund 5 Jahren zu optimistisch geäussert habe.
Am 15-10-2017 16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Trinken jetzt bis 2025.


 
 
1989

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Georg Baselitz (geb. 1938 bis heute). Ernte vom 6. bis 25. September 1989. Assemblage: 78% Cabernet Sauvignon, 14% Cabernet Franc und 8% Merlot.
Bordeauxrot, es hat viel Depot in der vor mir stehenden, kleinen 37,5cl Flasche. Das Bouquet liegt schwer im Glas, es kommen animalischer Tabak und Holz, mit einer dezenten Süsse empor. Im Gaumen dann ist er kernig, vollmundig und lang. Auch findet man die gleichen Aromen wie in der Nase, doch zeigt er sich dort fruchtiger mit dem Geschmack von Brombeeren. Wenn man ihn eine halbe Stunde vor dem Trinken dekantiert, kann er schon viel Freude machen. Sein Nachhall ist lang und kräftig, im Abgang geht’s schlanker weg.
Am 07-03-2010 17,5/20 aus dem Vinoteque/Maturo49/Bormioli-Glas.
Nochmals. Klares, dunkles Bordeauxrot. In der Nase dominierende, herrliche Holz- und Kaffee-Röstaromen, aber mit nur wenig Tiefe. Er verspricht schon vom Bouquet her, den Gaumen kräftig zu bearbeiten. Im Gaumen dann tatsächlich ein Kraftprotz der Potenzial ankündet, aber auch etwas einseitig, ja fast zwiespältig daher kommt. Das vor allem zum Ende hin, an dem er mir zu trocken wird und ich mich frage, ob die benötigte Zeit reicht, ihn in der richtiger Reife zu treffen, in der er noch nicht ausgetrocknet ist. Auch sind Holz- und Röstaromen noch so präsent, dass sie Boden- und Herkunftseigenschaften vermissen lassen. Die hohen Noten im März 2010, kann ich mir daher nur so erklären, dass diese Flasche eine kleine war, schneller reifte und zur anderen Hälfte des einen Punktes mehr den ich vergab, ich der Magie des Etikettes verfiel. An der grossen Bordeaux-Blinddegustation, an der er mit 15,94/20 Punkten den 2. Platz von 17 Weinen belegte. (Infos im Lexikon)
Am 15-05-2011 16,5/20 aus dem Viña/404/Schott-Glas.

   
1988

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Keith Haring (1958-1990). Ernte vom 28. September bis 14. Oktober 1988. Assemblage: 75% Cabernet Sauvignon, 13% Merlot, 10% Cabernet Franc und 2% Petit Verdot.
Vernichtendes Urteil an der grossen Bordeaux-Blinddegustation. Hat sein Zenit längst überschritten und riecht wie ein vierzigjähriger Wein. Im Gaumen noch fein und man kann ihn noch trinken, es muss aber nicht sein, denn er erinnert wegen der Säure, an den Geschmack von Essig. Er belegte mit 14,79/20 Punkten den 16. Platz von 23 Weinen. (Infos im Lexikon)
Am 18-10-2009 12,5/20 aus dem Sommeliere/Chianti/Riedel-Glas.
Nochmals. Dunkles, klares Mahagonirot. Macht in der Nase einen frischen, verhaltenen, sehr feinen Eindruck und ist daher nur mit Mühe richtig zu deuten. Nach aber zwei Stunden in der Karaffe, kommen wirklich fein die Noten von Stall, Erde und Johannisbeeren durch. Im Gaumen das Gleiche, fein und fast kraftlos, aber sehr angenehm wenn kein andere Wein neben ihm steht. Kurz gesagt, er hat hohe Säure-Werte (Johannisbeeren), zudem fehlt es ihm am Scharm und Wärme. Eine kalte arrogante Lady.
Am 06-06-2011 14/20 aus dem Sommeliere/Chianti/Riedel-Glas.
Nochmals. Und wieder hab ich es versucht, obwohl ich von diesem Wein schon mehr als zweimal enttäusch wurde. 1988 wurde zwar deutlich über dem Jahrgang 1987 eingestuft, doch gefällt mir heute der 87er Mouton besser, als dieser. Tief dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet kommt von weit unten, ist fein und wird von Holz-Röstaromen geprägt, sie verhindern noch die Entfaltung der Frucht. Auch im Gaumen kommt er fein, ist aber auch noch holzbetont und bringt die Frucht zwar frisch, aber nur sekundär. Sein Nachhall ist lang, in ihm stecken noch viel Tabak-Aromen. Er wird laufend besser, vom Hocker reist er mich aber immer noch nicht. Sehe ich mir nun die Notizen vom Oktober 2009 an, muss ich schwerstens annehmen, hier wurden beim Einschenken Fehler gemacht oder diese Flasche war defekt. Es kann nicht sein, dass ein Wein von Mahagonirot wieder zu dunklem Bordeauxrot zurückkommt. Also so oder so, heute ist dieser Wein sicher besser als er je war und ich glaube nun, da könnte auch noch mehr daraus werden. Den heutigen Preis ist er aber zum jetzigen Tag sicher nicht wert und es darf daher aber ohne mich weiter spekuliert werden.
Am 14-08-2016 +16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
1987

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Hans Erni (1909-2015). Ernte vom 5. bis 15. Oktober 1987. Assemblage: 85% Cabernet Sauvignon, 7% Cabernet Franc und 8% Merlot.
Violett bis Bordeauxrot. In der Nase tiefe Kaffee, Holz und Röstaromen. In der Dichte fehlst ihm etwas, doch ist er eine angenehme Überraschung, in diesem schwachen Jahrgang. Der Wein ist absolut sauber gemacht und wartet sogar mit einem angenehmen Abgang auf.
Am 26-06-1991 16,5/20 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas. Ab ca. 2000 trinken.
Nochmals. Bordeauxrot, mit leichtem Mahagonirot im Rand. Das Bouquet fein und zum Umhängen gut. Den hab ich wohl in optimaler Reife geöffnet. Im Gaumen wie Samt und Seide, bringt er auch viel Frucht, die im Bouquet jedoch nicht zu erkennen ist. Kein Kraftprotz, aber einer zum Geniessen und die Bezeichnung Sofa-Wein verdient.
Am 31-12-2017 16,5-17/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
1986

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Bernard Séjourné (1947-1994). Ernte vom 2. bis 15. Oktober 1986. Assemblage: 80% Cabernet Sauvignon, 10% Merlot, 8% Cabernet Franc und 2% Petit Verdot.
Im Quervergleich an einer Mövenpick-Degustation, kam er mir derart krautig vor, dass ich kein Urteil abgeben wollte. Lafite gefiel mir zu diesem Zeitpunkt besser.
Im April 1989 aus einem INAO-Glas, das für eine Degustation sowieso eine Katastrophe ist.
Nochmals. Mit tief dunklem Ziegelrot. Von der Nase her, kommt er vor lauter Gewicht kaum zum Glas heraus und das was kommt, ist nur eine feine, sehr angenehme Süsse. Viel Kraft im Gaumen, mit einem lang anhaltendem Nachgeschmack. Da kommt Tabak, Zimt und Zedernholz, das fast nur im reifen Zustand und eigentlich sozusagen nur bei Mouton zu riechen und schmecken ist. Die Länge im Abgang fehlt mir jedoch etwas, doch hat dieser noch Reserven für die nächsten 10 Jahre. An der grossen Bordeaux-Blinddegustation, an der er mit 17,13 Punkten den 4. Platz von 28 Weinen belegte. (Infos im Lexikon)
Am 28-10-2007 17/20 aus einem Bordeaux-Glas.

   
1985

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Paul Delvaux (1897-1994). Ernte vom 26. September bis 11. Oktober 1985. Assemblage: 75% Cabernet Sauvignon, 12% Merlot, 10% Cabernet Franc und 3% Petit Verdot.
Wie hab ich diesen Wein, in seinen ersten 10 Jahren geliebt und fast überschwänglich benotet. Mir viel danach schon auf, dass er am Abgeben ist, hielt es allerdings für eine vorrübergehende Schwäche. Hoffe insgeheim, dass sich das noch zum Guten wendet. Nach meinen Notizen, sieht das aber weniger danach aus. Bordeauxrot. In der Nase eine feine Süsse. Im Gaumen schreib ich ein „möchte gerne“, der es aber nicht ist. Hat mir im Moment zu viel Säure. An der grossen Bordeaux-Blinddegustation mit 26 Médoc Weinen und 10 teilnehmenden Personen, erhielt er die Durchschnittsnote 17,18/20 und belegte damit den 4. Platz hinter dem Ch. Lynch-Bages. (Infos im Lexikon)
Am 23-04-2006 13/20 aus dem Viña/404/Schott-Glas.
Nochmals. Am 04-06-2017. Notizen folgen 18/20.
Nochmals. Eine Flasche mit Füllstand „Mittlere Schulter“. Das Bouquet mit Reife-Noten, es ist wesentlich weiter entwickelt, als das von der Flasche vom November 2017. Trotzdem ist es aber immer noch sehr gut. Auch im Gaumen lässt dieser kaum Kritik zu, zeigt sich aber auch da nicht so spektakulär, wie aus der Flasche vom November 2017. An diese Flasche bin ich über einen Antiquitätenhändler gekommen, wer weiss, wo die gelegen hat? Gut also war sie, doch jedoch CHF 500,-- oder mehr, war dieser Spass keinenfalls wert.
Am 23-08-2018 17/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
1983

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Saul Steinberg (1914-1999). Ernte vom 3. bis 11. Oktober 1983. Assemblage: 75% Cabernet Sauvignon, 15% Merlot, 8% Cabernet Franc und 2% Petit Verdot.
Sehr dunkel, fast schwarz. In der Nase wirkt er schwer, vom Holz geprägt, dass die Frucht noch verdeckt. Viel Tannin weniger Säure. Ein Mouton mit verborgenen Finessen.
Am 07-11-1986 18/20 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas.
Nochmals. An der grossen Fritz Widmer Blind-Degustation. Er hatte von allen 12 degustierten Weinen, die intensivste Farbe. In der Nase Kaffee-Röstaromen. Im Gaumen zeigt er feine Süsse und Länge, ist aber noch etwas kantig.
Am 21-11-1992 18/20 aus dem INAO-Glas.
Nochmals. Dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet, dicht, sehr fein und mit Fülle, zeigt es sich sehr gut, wenn auch nur mit wenig Frucht. Im Gaumen vollmundig, weich, reif und immer noch mit viel Kraft. Tannin und Säure in guter Balance. Aromatisch tritt er ausgeglichen, auch mit feiner Süsse, Holz und Tabak-Aromen auf. An der kleinen Geburtstags-Blinddegustation mit 7 Personen, an der er mit 16,28/20 Punkten den 3. Platz erreichte. (Infos im Lexikon)
Am 04-03-2018 17/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
1982

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von John Huston (1906-1987). Ernte vom 15. bis 24. September 1982. Assemblage: 85% Cabernet Sauvignon, 8% Cabernet Franc und 7% Merlot.
Mehrmals getrunken im Mövenpick, gab es dort im Offenausschank, für 20 Fränkli das Glas. Ich kann mich noch halb erinnern, dass das im 1987 war, im Todesjahr vom Baron. Alle meine Freunde fanden das schon ein bisschen teuer. Wir tranken dort einig zum Wohl, auf den grossen Baron Philippe de Rothschild.
Am 26-08-1986 machte ich mir eine Notiz, bei der er mir medizinal-warm vorkam, also einfach nicht der Renner.
Nochmals. Am 17-02-2003 an der grossen 1982 Bordeaux-Blinddegustation, erhielt er den 1. Platz mit 18,04/20 Punkten, von 18 degustierten Weinen. (Infos im Lexikon)
Bei mir reichte es sogar zu 19,5/20 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas.

   
1981

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Armand Pierre Fernandez (17. November 1928 bis 22. Oktober 2005).

   
1980

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Hans Heinrich Hartung (21. September 1904 bis 8. Dezember 1989).

   
1979

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Hisao Domoto (2. März 1928 bis 4. Oktober 2013).

   
1978

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Jean-Paul Riopelle (7. Oktober bis 12. März 2002).
Diesen hab ich noch geöffnet, nach der ersten von vier Flaschen Clos de Tart, die wirklich gut war und ich glaubte der Mouton, mit schlechtem Füllstand (mittlere Schulter), sei sowieso kaum mehr zu trinken. Dunkles Mahagonirot. Das Bouquet sicher besser als beim Clos de Tart, mit viel Tiefe und sozusagen gerade vom ersten Moment an ein recht offenes Bouquet. Im Gaumen erstaunlich rund, Frucht und Holz in guter Balance, er zeigt wirklich keine Anzeichen von Oxidation. Der Mouton allein getrunken, hätte er selbst mit dem tiefen Füllstand glänzen können, so hingegen stand er zumindest, was die Gaumenfreude betrifft, eine Spur hinter dem Clos de Tart, dieser Meinung waren übrigens auch alle meine geladenen Gäste. Ich freu mich aber auf das Jahr 2018, da wird meine zweite Flasche 1978 geöffnet, die einen wesentlich besseren Füllstand aufweist.
Am 08-02-2015 16,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
1977

Château Mouton Rothschild. Gedenk-Etikett an Queen Elizabeth II.

   
1976

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Pierre Soulages (24. Dezember 1919 bis heute).
Bordeauxrot mit Mahagonirand. Warmes und fruchtiges Cabernet Bouquet. Er ist trocken, mit angenehmer Säure. Absolut reif, austrinken!
Am 09-11-1992 15/20 aus dem Vinum/Bordeaux/Riedel-Glas.
Nochmals. Braunrot. Wirkt vom Bouquet her immer noch recht frisch, wenn auch etwas unbestimmt. Im Gaumen mit den Aromen schwarzer Früchte, ist er nun strukturmässig aber aalglatt geworden. Trotzdem überrascht mich seine Frische mehr, als nur ein bisschen und das nach der letzten Degustation vor über 20 Jahren, an der ich glaubte, es würden weitere Flaschen kaum mehr als 5 Jahre halten. Betrachte ich nun diese und vor allem die Tatsache, dass der Rest von etwa 5cm in der Flasche am folgenden Tag immer noch gut war, bin ich nun sogar sicher, der hält nochmals 10 Jahre, auch wenn diese sicher nicht zum besseren Wein beitragen wird.
Am 20-07-2016 15,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
1975

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Andy Warhol (6. August 1928 bis 22. Februar 1987).
Gereiftes Bordeauxrot. Reifes, tiefes, fast burgundisches Bouquet, das an rote Beeren und Hefe erinnert. Das tiefe, typische Cabernet Bouquet entwickelt sich erst nach langer Zeit. Tannin, Säure, Frucht und Holz scheinen in guter Balance zu stehen. Ein langer aufwärmender Abgang ist die Krönung dieses Weines, den man auf jeden Fall noch etwa 10 Jahre liegen lassen sollte.
Am 10-11-1991 16-17/20 aus dem Vinum/Bordeauxpokal/Riedel-Glas. Trinken 2000-2020.

   
1973

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Pablo Picasso (25. Oktober bis 8. April 1973).
Mit Petrus zusammen getrunken, ohne gross Notizen gemacht zu haben, blieb er mir am anderen Tag noch gut in Erinnerung, jedoch dem Petrus konnte er zu diesem Zeitpunkt das Wasser nicht reichen.
Im Juni 1987 14/20 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas.
Nochmals. Am Weihnachtsessen mit dem Geschäft, im Dezember 2003 überraschte er alle Anwesenden mit seiner immer noch frischen Art, ohne sein Alter jedoch zu verbergen.
Im Dezember 2003 15/20 aus einem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas.

   
1971

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Wassily Kandinsky (16. Dezember 1866 bis 13. Dezember 1944).
Dunkles, ganz klares Mahagonirot. Wie lange es bei Mouton immer wieder dauert Geduld gefordert wird, bis dann endlich dieses fein Tiefe und offene Bouquet entsteht. Es ist eigentlich kaum zu beschreiben, wie fein und frisch einem diese rot-fruchtigen Aromen in Begleitung von exotischen Holzaromen in der Nase herumsäuseln. Das Bouquet lebt und ändert sich laufend und ich finde darin auch Rosenblätter und Zimt Aromen. Im Gaumen wie Samt und Seide, holzbetont aber einem Geschmack, der an Seife erinnert, wobei ich natürlich sofort denke, dass muss an meinem Glas liegen. Ich leere das halbe Glas aus, mache nochmals mit einem kleinen Schluck eine frische Spülung im Glas. Wieder giesse ich frisch ein und es schmeckt immer noch nach Seife. Ich lasse nun den Wein ruhen und schreibe später weiter. Eine ¾ Stunde später. Das Bouquet immer noch so gut, dass man am liebsten hineintauchen möchte. Der erste Kontakt sagt immer noch Seife. Das unangenehme bleibt nur 2–3 Sekunden, dann ist der Spuk weg, es bleibt ein angenehmer Mouton. Dieser ist jetzt durch diese kurze Seifen-Attacke nicht ein super Wein, doch lässt man ihm Zeit, werden diese vermutlich durch das Holz ausgelösten Aromen, als was ist den das empfunden. Bin aber froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Denn geglaubt hätte ich das sowieso niemandem.
Am 31-12-2014 17:52h 16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
1970

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Marc Chagall (6. Juli 1887 bis 28. März 1985).

   
1968

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Bona Tibertelli (1926-2000).
Dunkles, klares Mahagonirot. Burgundisch feines, offenes, herrliches, zum Umhängen gutes Bouquet. Im Gaumen wirkt dieser trotz Reife noch frisch wenn auch sehr schlank und geprägt vom schlechten Jahrgang. Er ist erstaunlich sauber gekeltert worden und demonstriert, wie sauber auch damals schon in schlechten Jahren hätte produziert werden können. Der mit geöffneten Château Calon-Segur aus dem sehr guten Jahrgang 1986, offenbarte dabei leider das pure Gegenteil, nicht trinkbar. Natürlich ist der Preis heute, der Qualität nicht mehr entsprechend, doch möchte jemand noch den Wein seines Geburtsjahres trinken und dieser wurde gut gelagert, kann man bei diesem das Risiko noch eingehen.
Am 19-04-2014 14,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Mit sehr gutem Füllstand wie es diese Flasche hatte, hält dieser noch bis 2018.

   
1967

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von César Baldaccini (1. Januar 1921 bis 6. Dezember 1998).
Ziegelrot mit Mahagonirand. In der Nase tief butteriges, offenes Cabernet Bouquet in optimaler Reife. Im Gaumen kommt er fein, süss, mit starker Säure, die zum Austrocknen führen wird. Ein guter Essensbegleiter zu einem nicht ganz günstigen Preis. Diese Flasche hatte hohen Schulter-Füllstand.
Am 12-09-1992 14/20 aus dem Vinum/Bordeaux/Riedel-Glas.

   
1966

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Pierre Alechinsky (19. Oktober 1927 bis heute).
Keine Farbennotiz gemacht. War wohl zu beindruckt von der Nase, die erstklassisches hergab und Reife und Wärme zeigte, in der aber auch Tiefe und konzentrierte Frucht steckte. Das Bouquet liess Trinkreife ahnen, doch dem war nicht so. Tannin und Säure wiederlegten die Vorfreude auf einen reifen Wein. Der Wein wirkt im Gaumen immer noch verschlossen. Der Abgang hingegen ist jetzt schon perfekt.
Am 27-08-1986 18/20 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas.
Nochmals. Sehr dunkel und klar. Im Bouquet, tief schwer und mit Süsse. Im Gaumen mit feinen Cassis-Aromen. Er ist lang und anhaltend. Mit Haut-Brion, La Mission Haut-Brion und Bran-Cantenac zusammen getrunken. Aus irgendeinem Grund, vergessen die Noten zu geben.
Am 24-06-1987.

   
1959

Château Mouton Rothschild. Das Etikett von Richard Lippold.
Aus einer Flasche mit hoher Schulter, beim Öffnen der Flasche strömte ein Bouquet nach frischem Traubensaft empor. Dunkle Farbe, altes Bordeauxrot. Das Bouquet im Glas immer feiner werdend, nach Zedernholz und getrockneten Früchten. Hatte noch guten Säure und Tannin-Gehalt. Überaus feiner Körper mit langem Abgang, keine Wucht jedoch im Gaumen zergehend, wie allerbeste Schokolade. Diese Flasche an einer Auktion gekauft, mit einem noch besseren Füllstand dürfte sie einem zu einem himmlischen Gefühl verhelfen.
Am 16-02-1992 18/20 trinken bis 2000 aus einem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas.

   
1953

Château Mouton Rothschild. Das Etikett Année du Centenaire.
Trübe, altersanzeigende Farbe, tief und fruchtig (Johannisbeeren), sehr fein und rund aber nur kleiner Abgang. Mit Petrus 1964 zusammen getrunken, der hatte noch mehr zu bieten.
Am 15-03-1987 16/20 aus einem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas.