Château Ducru-Beaucaillou

33250 Saint-Julien ( Bordeaux )

FRANKREICH

Tel.: 0033 556 73 16 73 / Fax: 0033 556 59 27 37

E-Mail: je-borie@je-borie-sa.com

Internet: www.chateau-ducru-beaucaillou.com

 

Besitzer: Jean-Eugène Borie SA

Direktor: Bruno-Eugène BORIE

Rebenfläche: 52 ha

Rebenbestand: 70% Cabernet Sauvignon, 25% Merlot und 5% Cabernet Franc

Pflanzendichte: 10'000 Rebstöcke pro ha

Ertrag: 35-45 hl pro ha

Jahresproduktion: ca. 300'000 Flaschen, wovon 25% als Zweitwein abgefüllt werden

 

Rotwein

Château Ducru-Beaucaillou, 2ème Grand Cru Classé, Saint-Julien AC

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Zweitwein

La Croix de Beaucaillou, Saint-Julien AC


Château Ducru-Beaucillou gehört seit 1941 der Familie Borie, der auch das Château Grand Puy-Lacoste in Pauillac gehört. Die Ducru-Beaucaillou Weine, müssen sehr lang lagern und dürfen auch dann keinen Falls zu kalt getrunken werden. Zu jung oder zu kalt, lassen die Vermutung oder das Gefühl aufkommen, dieser Wein hätte Korkgeschmack. Kennt man den Wein Martha’s Vineyard von Heitz, so versteht man was ich damit meine. Besucht habe ich das Château erst 2x, 1986 und später, als der neue Keller fertig war. Hat jemand den alten Keller und den Neuen gesehen, so muss jedem aufgefallen sein, dass nun im neuen Keller sicher doppelt so viele Barriques stehen, wie im alten. Woher also bitte kommen plötzlich diese Mehr-Erträge?

   
2012

La Croix de Beaucaillou. Dunkles, klares Kirschrot. Das Bouquet etwas mehr von Holz und von Zimt gezeichnet, bringt es aber auch Schwarz-Beeren-Aromen mit. Im Gaumen sauber, frisch, aber eher als leicht zu bezeichnen, was vom Preis her nicht behauptet werden kann. Gut ist er schon, aber denke ich an all die Châteaus, die ihren guten Wein nicht über Händler in Bordeaux, sondern in der ganzen Welt direkt an Weinhändler verkaufen, fallen mir da ein paar günstigere und bessere ein. Zweitweine sind heute aber gerade in normalen Jahren besser, als der Grand Vin in schlechten Jahren war. Trotzdem ich würde mich, für weniger Namen mit besserer Qualität entscheiden.
Am 11-12-2016 15/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
2000

Château Ducru-Beaucaillou. Tief dunkles Bordeauxrot. In der Nase schwer mit Noten von Torf und Whisky, ein wirklich ungewohntes Bordeaux Bouquet. Im Gaumen weit weg von Reife macht er trotz dem schon einen ausgeglichenen Eindruck. Er hat eine fast cremige Struktur und bringt immer noch sehr frische, typische Bordeaux Aromen mit sich. Zu einem Steak jetzt schon passend, wer jedoch Frucht sucht wird sicher noch 10 Jahre warten müssen, denn erst dann wird er sich beginnen zu öffnen.
Am 18-12-2010 16,5-17/20 aus dem Viña/404/Schott-Glas.

   
1989

Château Ducru-Beaucaillou. 12,5 Vol% Alc. Dunkles Bordeauxrot, kaum Anzeichen von Alter. Das Bouquet sehr fein und elegant, es bringt die Aromen von schwarzen Beeren, Zimt, Holz und Tabak. Im Gaumen seidenweich, mit viel Frucht, Holz und einer dezenten Bitternote. Er wirkt eher leicht, etwas grün aber angenehm. Zum Nachhall, der ist nicht zu lang und wird trocken, der Abgang bleibt ganz aus. Ein Bordeaux, der ganz alten Schule, der aber mehr Kraft in so einem fantastischen Jahrgang haben sollte. Trotzdem blicke ich zurück auf die Degustation vom 15-05 2019, so hat sich dieser, nun doch noch um ein paar Punkte steigern können.
Am 01-12-2019 16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
1988

Château Ducru-Beaucaillou. Dunkles Ziegelrot. Nase zeigt sich grün, fruchtig mit Süsse. Im Gaumen der Geschmack von schwarzen Beeren und starken Röstaromen. Er hat noch auffallend viel Neuholz-Aromen. Mitte Gaumen bricht sein Geschmack ab. Die Kürze nimmt ihm die höheren Noten. Er war der zweite Wein der serviert wurde, und obwohl er dekantiert wurde, hatte er vielleicht doch noch zu wenig Luft. Er war für mich an diesem Tag der am deutlichsten zu erkennende Wein. An der grossen Bordeaux Blinddegustation mit 12 Personen, erreichte er mit 15,16/20 Punkten, den 11. Platz von 20 Weinen.
Am 18-10-2009 14/20 aus dem Fine/660/Schott-Glas.
Nochmals. Jetzt hab ich die Flasche über eine Stunde vorher dekantiert. Tief dunkles Bordeauxrot. Ganz andere Nase, jetzt Ross-Stall, Zimt und getrocknete Rosenblätter. Liegt schwer, klar und tief im Glas. Wirkt immer noch jugendlich frisch. Im Gaumen zuerst voll mit viel Kraft und konzentriertem Geschmack, dann kommt auch hier ein gewisser Geschmacksabbruch, der dann aber mit einem immensen Nachhall und einem langen aufwärmenden Abgang aufgefangen wird. Auch sind aber nur dezent noch grüne Aromen zu erkennen. Geschmacklich herrscht das Tabakblatt mit etwas schwarzer Frucht. Der Wein hat in seiner Klarheit auch eine gewisse Härte, zeigt aber sehr deutlich seine Herkunft und ist bis zum Jahrgang 1995 ein sicher unverwechselbarer Wein gewesen. Er macht mir auf jeden Fall immer wieder viel Freude und ich würde meine Flaschen trotz der nicht ganz hohen Bewertung nie verkaufen, weil es eben ein geschmackliches Bordeaux Unikat bleibt.
Am 15-11-2009 16/20 aus dem Fine/660/Schott-Glas.
Nochmals. Tief dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet tief, mit viel Holz, kommt sehr würzig an. Im Gaumen kommt er vollmundig, weich, würzig und wirkt insgesamt kraftvoll. Im Nachhall kommen Karamell und Röstaromen auf und auch der Abgang kommt gut. Ein Wein, mit sehr grossen Reserven, den ich wohl noch für längere Zeit lieber zum Essen, als einfach nur als Sofa nehmen würde. Er belegte an der grossen Bordeaux Blinddegustation mit 17,38/20 Punkten den 2. Platz von 20 Weinen.
Am 11-11-2018 17,5/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas. Trinken bis 2030 oder mehr.

   
1985

Château Ducru-Beaucaillou. Helles Mahagonirot. In der Nase bitter und finessenlos. Im Gaumen mit fettem Körper aber kurz, grün und wie als wenn er Korken hätte. Dieser Wein braucht mehr Luft als andere, darum kann er an Blindverkostungen kaum hoch punkten. An der grossen Bordeaux Blinddegustation, an der er mit 15,05/20 Punkten den 14. Platz von 25 Weinen belegte.
Am 23-04-2006 14/20 aus dem Viña/404/Schott-Glas.

   
1982

Château Ducru-Beaucaillou. Sehr dunkles Mahagonirot. In der Nase gewichtig, hat Süsse, nach Tabak, Apfel, und Stall riechend. Im Gaumen ist er fein besitzt immer noch einen fetten, dichten Körper. Seine Aromen erinnern an Kaffee, Mocca, schwarze Beeren und sogar etwas nach Melone. Der Wein geht wie ein Klotz durch den Gaumen und hat immer noch Säure und Tanninreserven, die den Speichel fliesen lassen. Ein Wein, der mehr beeindruckt, als sich spektakulär zeigt. Haben Sie noch eine Flasche die wirklich gut gelagert wurde, so wie es diese war, die hatte nur einen Zentimeter Schwund, so empfehle ich diese eine Stunde vorher zu dekantieren. Der Wein sollte ohne Probleme bei guter Lagerung noch weitere 10 Jahre halten. Wie hat die Presse doch diesen Jahrgang zum schnellen austrinken empfohlen. Na ja, alle werden wohl nicht auf das gehört haben.
Am 30-08-2009 18/20 aus dem Fine/660/Schott-Glas.

   
1981

Château Ducru-Beaucaillou. Tief dunkles Mahagonirot. Der Geruch ist sicher speziell und mit heutigen Weinen, die schon nach fünf Jahren genussreif sind, nicht zu vergleichen. Aber wem das gefällt, der wird sich mit diesem Wein an der Nase wohl kaum mehr halten können. Da geht’s tief, schwer, mit diesen Stallnoten, Holz, Zimt, Vanille und tief hinten sind rote Beeren zu erkennen, los. Den kann ich kaum mehr abstellen, so berauschend ist er. Im Gaumen fein, vollmundig und kaum zu glauben dass dieser Wein bald 30 Jahre alt wird. Im Gaumen zeigen sich die Aromen weniger reif als in der Nase, darum zeigt er da immer noch Biss und die Aromen von all den Komponenten, die auch in der Nase zu finden sind, verlassen den Gaumen kaum. Ein kraftvoller Abgang der an der Gurgel aufhört und sich in Wärme abwandelt. Wird sicher in den nächsten 5-10 Jahren feiner und eleganter. Auf jeden Fall würde ich etwas davon liegen lassen.
Am 28-08-2010 17,5/20 aus dem Vinoteque/Madura/Bormioli-Glas. 2 Std. vorher dekantieren.

   
1978

Château Ducru-Beaucaillou. Dunkles Mahagonirot, wird zum Zentrum hin sehr dunkel und beinhaltet Schwebeteilchen. Das Bouquet offen, mit Holz, Zimt und Altersnoten. Auch im Gaumen wird spürbar, dieser Wein hat ein paar Jährchen auf dem Buckel. Er hat trotzdem anfangs Schmelz, endet dann aber recht trocken. Diese Tatsache verbessert sich zwischen 1 bis 2 Stunden nach dem Öffnen der Flasche. Nach über 40 Jahren nach der Ernte, aus einem nicht ganz problemlosen Jahr, ist dies eine beachtlich gute Flasche. Sie wird bei guter Lagerung den 45. Geburtstag sicher noch feiern können.
Am 20-04-2019 16/20 aus dem Veritas/Bordeaux/Riedel-Glas.

   
1970

Château Ducru-Beaucaillou. Dunkles Mahagonirot. Keinerlei Oxidation, das Bouquet bringt Holz- Zimt- und Pflaumen-Aromen. Im Gaumen weich, frisch, Kirschen, Holz, er ist geschmeidig, weich aber Zeit zum Trinken. Eine nicht ganz optimale Flasche.
Am 06-08-2018 16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.