128, Avenue Jean Jaurès

26601 Tain-l’Hermitage

Tel.: 0033 475 078 484

E-Mail: jeanmichel.sorrel@orange.fr

Internet: www.hermitage-sorrel.net

 

Besitzer: Jacques, Jean Michel und Bruno Sorrel

Rebenfläche: 1 ha

 

Rotwein

Hermitage AC, Le Vignon Vieilles Vignes

Rebsorte: 100% Syrah

Rebenlage: aus drei Parzellen, Bessards, Greffieux und Foot Greffieux

Rebenfläche: 0,85 ha

Jahresproduktion: ca. 3'000 bis 4'000 Flaschen

*****

Weisswein

Hermitage AC, Le Vignon Vieilles Vignes

Rebsorte: Marsanne

Rebenfläche: 0,15 ha

Jahresproduktion: ca. 600 Flaschen

 

J. M. B. steht für die Brüder Jacques, Jean-Michel und Bruno Sorrel, die etwas im Schatten ihres mehr bekannten Bruders Marc Sorrel stehen. Die drei Brüder erbten die Parzellen 1985 zusammen mit Marc Sorrel, der seine eigene Domaine führt. Da im Keller der drei Brüder keine Gärtanks untergebracht sind, ist anzunehmen, dass der Wein bei Marc Sorrel gemacht wird und der Ausbau dann im eigenen Keller der drei Brüder beendet wird. So gesehen, wird die Erbabmachung im Verhältnis zur Ernte jedes Jahr ein paar Barrique Wein sein, die aus den Hermitage Parzellen Bessards, Greffieux und Foot Greffieux stammen. Einer der J.M.B. Brüder ist Anwalt in Thain-l’Hermitage, so wie wir das erlebt haben, kümmert er sich um den gesamten Verkauf der Weine, die den drei Brüdern jährlich zustehen. Die Weine sind nur selten anzutreffen, werden sie doch zum grössten Teil unter Freunden und Bekannten verteilt und verkauft.

   
2009

Hermitage, Le Vignon, Vieilles Vignes. Lot 14, 100% Syrah, 13,5 Vol% Alc. Das Bouquet immer noch mit feiner Hefe-Note, Eukalyptus, schwarze Beeren und etwas Holz. Es ist tief, offen und unwiderstehlich gut. Im Gaumen geht das genau so weiter, Syrah zum Abheben, seidenweich, sehr frisch wirkend, mit viel Frucht, auch wieder Eukalyptus und im Nachhall auch noch etwas Schokoladen- und Karamell-Aromen. Wie auch im Bouquet ist vom Barrique kaum etwas wahrnehmbar, ganz anders ist das bei seiner Struktur, diese hat Schmelz und Dichte, die unverkennbar ist. Auch wenn ich die Top-Weine von Guigal liebe, so überzeugt dieser noch mehr mit seiner fruchtigen Art und das auch aus dem überheissen Jahrgang 2009. Es lohnt sich, diesen Wein schon mit nur etwa 16°C das erste Mal zu kosten, der Wandel bei steigender Temperatur ist beachtlich und trägt mit zum Glücksgefühl bei, das dieser Wein auslöst.
Am 10-02-2019 18/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Trinken jetzt bis +2030.

   
2007

Hermitage blanc, Le Vignon Vieilles Vignes. Lot 2, 100% Marsanne, 13,5 Vol% Alc. Ganz klares gelb. Das Bouquet ist tief, es wirkt noch etwas verschlossen, jedoch sehr fein. Es bringt Florale- und Vanille-Noten hervor, die Frucht geht in den Barrique-Aromen fast unter. Trotzdem, es reizt daran zu riechen. Im Gaumen im ersten Moment kaum wahrnehmbar, dann aber baut sich die Aromatik laufend stärker werden auf. Er wirkt sehr fein, seidenweich und kräftig. Der Nachhall ist sehr lang der Abgang fein. Kurz gesagt: ein Power-Wein mit Eleganz. Würde man ihn zum Fisch wählen, sollte man einen aussuchen ohne Röstaromatik und auch Lachs halte ich nicht für passend. An der Sauce könnte es liegen, keinenfalls fett oder mit zu viel Rahm, fruchtig sollte sie fast wirken und eher leicht und keinen Falls herb. Sollte das jemanden zu kompliziert sein, machen Sie es wie ich, es ist auch ein sehr guter Sofa-Wein.
Am 09-02-2019 17/20 aus dem Veritas/Chardonnay/Riedel-Glas.

   
2005

Hermitage, Vieilles Vignes, Le Vignon. Tief dunkles Kirschrot, im Zentrum fast schwarz. Ein fast unglaubliches Bouquet, das kaum zu beschreiben ist. Es erinnert an Lebkuchen, Eukalyptus, Nelken, eingekochte Himbeeren und Cassis. Auch im Gaumen geht die Post ab, und es fällt schwer die vielen Geschmacksvariationen die sich bilden, und in etwa dem vom Bouquet her entsprechen, festzuhalten. Es fällt mir nur auf, das ich kein Barrique schmecke, leider habe zu diesem Zeitpunkt noch keine Angaben über diesen Wein und so nehme ich an, dass dieser nicht, oder eben so dezent darin ausgebaut wurde, das man es nicht mehr schmeckt. Im Abgang ist er weich, samtig und vollkommen ausgeglichen. Sein Nachhall ist Minuten lang und man glaubt ihn nicht mehr los zu werden. Das ist Kraft und Finesse in einem, leider ein kaum anzutreffendes Ereignis in unserer heutigen Weinschwemme. Dieser Wein kann eigentlich nur nicht gefallen, wenn man den Syrah nicht mag. Das könnte also auch all denen passieren, die gar noch nie Wein ohne Barriques Einsatz getrunken haben. (Er wird in gebrauchten Burgunder-Barriques ausgebaut)
Am 02-05-2009 18/20 aus dem Fine/Bordeaux/Schott-Glas. Trinken bis 2020 eher länger.
Nochmals. Der Wein wird weicher und dezenter in den Aromen, jetzt sind die Barrique-Noten deutlicher geworden.
Am 06-06-2010 18/20 aus dem Vinoteque/Matura49/Bormioli-Glas. Auch meine Gäste waren stark beeindruckt, von diesem Wein.