53017 Radda in Chianti ( Toskana )

ITALIEN

Tel.: 0039 055 429 93 30 / Fax: 0039 0577 73 80 83

E-Mail: colle.bereto@collebereto.it

Internet: www.collebereto.it

 

Besitzer: Familie Pinzauti

Leiter: Bernardo Bianchi

Fläche total: rund 50 ha

 

Rotweine

Chianti Classico DOCG

Rebenlage in: Radda

Traubensorten: 97% Sangiovese und 3% Colorino

Ausbau: im grossen Eichenfass

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Chianti Classico DOCG, Riserva

Rebenlage in: Radda

Traubensorte: 100% Sangiovese

Ausbau: Minimum 3 Jahre im grossen Eichenfass

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Il Tocco, Toscana I.G.T.

Rebenlage in: Radda

Traubensorten: 90% Merlot und 10% Sangiovese

Ausbau: im Barrique

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Il Cénno, Toscana I.G.T.

Rebenlage in: Radda

Traubensorte: 100% Pinot Nero (Pinot Noir)

Ausbau: im Barrique

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Weisswein

Albo Bianco, Toscana I.G.T.

Traubensorten: Chardonnay und Binot Bianco

Eine grosse Chianti-Classico Blinddegustation am 26-09-2013 (siehe Tabelle oben), brachte für uns fast ein schockierendes Ergebnis hervor. Noch nie hat ein Wein von uns, in einer Blinddegustation so schlecht abgeschlossen. Es hat uns daher die Lust am Chianti von Colle Bereto getrübt. Der Riserva ist sicher etwas besser, doch ein Reisser ist und war auch dieser nie. Das Zug-Pferd von Colle Bereto ist und wird wohl noch lange der Il Tocco sein, für mich jedoch ist und war das immer der Il Cenno. Nun ist es aber schwierig mit Wein, dessen Preis klar über CHF 30,-- liegt und unbekannt ist, auch wirklich grosse Umsätze zu erzielen. Leider sind von diesem mächtigen Jahrgang 2009, auch nicht viele Benotungen von Parker zu finden, der damals noch aktiv im Weinzirkus mitmischte. Zwei Noten jedoch bestätigen auch die Resultate dieser Degustation, der Brolio bekam von Parker 90/100 und der Marinai auf dem 2. Platz bekam 94/100 Punkten. Nun aber aus welchen Gründen auch immer, stieg die Nachfrage nach dem Albo von Colle Bereto und es kam 2017 beim Albo Chardonnay, der eher wie ein Sauvignon Blanc schmeckt, zu Lieferschwierigkeiten. Das heisst wir haben unsere reservierte Menge nicht mehr erhalten. Nach 15 Jahren Zusammenarbeit eine riesen Enttäuschung, die uns aus einem Puzzle anderer Erkenntnisse dazu bewog, dem Weingut den Rücken zu kehren und Adieu zu sagen. Es wird daher in der Schweiz nun sicher erhebliche Preisanstiege geben, da wohl kaum jemand die Weine so günstig weiter geben wird, wie das die M & W tat. Kommt bei uns ein neuer Chianti, so wird dies auf dieser Seite sofort zu sehen sein, bis dann sollten Sie, wollen Sie noch etwas von Colle Bereto haben, von unseren Preisen profitieren, denn so tief werden diese nie mehr sein.

   
2015

Albo Bianco. Helles, klares gelb. Im Bouquet mit seinen süsslichen Zitrus-Aromen, eher an einen Sauvignon erinnernd, wirkt er aber sehr frisch und kompakt. Auch im Gaumen mit fast überladender Frucht, zeichnet er vor allem im vorderen Teil des Gaumens, bleibt da sehr lange und bricht dann nach hinten ab. Ein Wein, der einen gut grillierten Fisch, Kartoffelsalat mit Meeresfrüchten begleiten könnte oder zum kurzen Apero, seine Freunde finden kann.
Am 31-08-2016 15,5/20 aus dem Vina/404/Schott-Glas.

   
2014

Il Ceno. Klares, dunkles Kirschrot. Das Bouquet offen, man hat das Gefühl, es würde sogar rundum gehen. Wirkt frisch, mit Minze-Noten. Im Gaumen fein, kompakt, mit Pinot-typischen Aromen mit feiner Süsse und guter Frucht. Ein eleganter Pinot-Noir, zu dem mir ein gutes, saftiges Kalbssteak schmecken würde.
Am 11-04-2016 16/20 aus dem Viña/405/Schott-Glas.

   
2014

Chianti Classico. Kirschrot. Das Bouquet mit dezenter Süsse, Holz und Grenadine-Noten, aber auch grünes steckt noch in ihm. Im Gaumen, nebst einer frisch-fruchtigen Aromatik, kommen aber auch Holz und wieder diese Grün-Noten, die auch von einer etwas frühen oder Ernte mit hohem Ertrag herkommen können. Er wirkt leicht, süffig und ist ein guter Lunch Begleiter.
Am 07-01-2017 14,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
2013

Il Tocco. Dunkles Rubinrot. Volles, kräftiges Bouquet von eingelegten Pflaumen, mit dezent eingebrachten Holzaromen. Man sollte ihm unbedingt nach dem Öffnen eine Stunde Zeit gönnen, um sich richtig entfalten zu können. Im Gaumen fein, mit präsenter, fruchtiger Säure, die ihm den richtigen Kick gibt, um auch nach Jahren noch auf der fruchtig angenehmen Seite zu bleiben. Auch seine Süsse, unterstützt seine fruchtige Art auf angenehme Weise. Der Abgang fehlt und beim Nachhall bleiben die Aromen etwa so, wie bei einem gut gelungenen Zwetschgen-Tarte, im Gaumen stehen.
Am 04-11-2016 16,5/20 aus dem Bordeaux/Spiegelau-Glas.

   
2011

Il Tocco. Klares, tief dunkles Kirschrot. Herrlich schweres, tiefes Bouquet nach Holunder, Cassis und Barrique. Im Gaumen konzentriert, mit den reifen Aromen von Holunder und dem richtigen Mass an Barrique Aromen. Ein wuchtiger Wein, mit doch viel Frische, Feinheit und einer fast seidigen Struktur. Sehr langer, fast gleichbleibender Nachhall und feiner Abgang. Ein imposanter Merlot, der keinen Vergleich zu scheuen hat. Bei dieser Notiz war diese Flasche bereits 2 Tage offen und ich bin überzeugt, das hat ihm nur gut getan.
Am 14-12-2014 17/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
2009

Chianti Classico. Dunkles Kirschrot. In der Nase wirkt er flach, mit viel neuem Holz, Cassis und Hefe Noten. Er ist vollmundig, sehr modern gemacht und wirkt mit seiner Struktur fast mehlig. Die Frucht kommt gut, zum Schluss wird er etwas trocken. Es scheint mir, dieser Wein gibt mehr vor, als er ist. An der grossen Chianti Classico Blinddegustation 2009, an der er mit 13,6/20 den 12. Platz von 13 Chiantis belegte. Bin natürlich selber enttäuscht über das so schlechte Abschneiden dieses Weines in unserer Blinddegustation. Auf der anderen Seite habe ich mit meiner Note von 15,5/20 die Einschätzung in meiner Scala doch richtig getroffen. Dieser ist klar besser als der 2008er, aber nicht so gut wie der 2007, dem ich 16/20 gab. (Infos im Lexikon)
Am 26-09-2013 15,5/20 aus dem Viña/404/Schott-Glas. Trinken ab 2016 bis 2020.

   
2009

Il Cénno. Mattes Kirschrot. In der Nase sehr fein, offen mit zimtsüssen Kirschen-und Barrique-Aromen. Ein Bouquet, das stark an die sehr guten Weine aus der Côte d’Or erinnert. Im Gaumen werden die Aromen aus dem Bouquet sowie seine Qualität bestätigt. Einfach famose Burgunder-Qualität ohne Wenn und Aber. Er hat nicht die plumpe überkonzentrierte Art, wie man sie in Italien vielmals zu erreichen versucht, sondern die fein aufgefächerte strukturierte Art. Er hat eine gute Dichte, ansprechende Frucht und Karamell-Aromen. Er hat das richtige Mass an Säure, die ihm die Frische geben, zudem besitzt er auch die nötige ölige Struktur, um im Alter richtig zu beeindrucken. Ein Wein für die nächste Burgunder Blinddegustation.
Am 10-04-2011 17/20 aus dem typähnlichen Viña/404/Schott-Glas.

   
2009

Il Tocco. Tief dunkles beeindruckendes Kirschrot. In der Nase Cassis und Spargel-Noten, er zeigt Tiefe und Dichte. Im Gaumen geht die Post ab, seine Konzentration fühlt sich beinahe wie Fruchtöl an. Er ist sehr lang, die Aromen in denen Vanille, Frucht sowie Barrique stecken, kommen langsam und gestaffelt von hinten auf. Er bringt auch Aromen, die wir in den grossen Syrah-Weinen des nördlichen Rhône-Tals finden, sie können mit den stark getoasteten Barriques, an geräucherten Speck erinnern. Ein Schmeichler trotz hoher Konzentration und einer der wohl niemand abschlagen wird. An der Wein-Messe in Verona.
Am 10-04-2011 17,5/20 aus dem typähnlichen Viña/404/Schott-Glas.

   
2008

Chianti Classico. Bordeauxrot. In der Nase Fleisch, Holz und rote Früchte. Im Gaumen hat der 2007er vermutlich den oberen Level für längere Zeit gesetzt, es wird schwer sein diesen Wein, der für das ganze Chianti Classico Gebiet eine Herausforderung darstellt, zu übertreffen. Dieser ist schon etwas leichter geworden und bringt etwas mehr Säure mit, die ihm dadurch dann schon etwas die Länge nehmen. Ein im Sommer über den Mittag angenehmer Essensbegleiter.
Am 11-03-2011 14,5/20 aus dem Viña/404/Schott-Glas.
Nochmals. Bordeauxrot, mit bräunlichem Stich im Farben-Rand. In der Nase flach, üppig, mit grün und Holz-Noten. Im Gaumen offen, wie wenn er zerrissen wäre, darin dann die gar nicht passenden Erdbeerensirup-Aromen. Trotz anfänglicher Fülle bricht er dann Mitte Gaumen abrupt ab. Obwohl mir Bernardo gut zuredet und den Erfolg des Weines voraussagt, finde ich all die schönen Sachen, die dieser Wein haben soll, leider nicht. In Verona an der Weinmesse.
Am 10-04-2011 13/20 aus einem typähnlichen Viña/404/Schott-Glas.  

   
2008

Il Cénno, Pinot Noir. Kirschrot. Dumpfes, würziges Bouquet, mit fleischigen Noten. Im Gaumen butterweich, aber kurz und angenehm. Der Wein bringt Zimtaromen und eine angenehme Süsse hervor. Als Pirat, an der grossen Burgunder Blinddegustation, an der er aus 16 Weinen und 8 Teilnehmer mit 15,56/20 Punkten, den 4. Platz belegte. (Infos im Lexikon)
Am 23-10-2016 15/20 aus dem Gabriel Gastro-Glas.

   
2007

Chianti Classico. Dunkles Rubinrot. In der Nase tief, dicht und schwer, rot fruchtig mit feinem zimtsüssem Aroma. Im Gaumen kommt er voll, fett, ausgeglichen mit viel Finesse zum Ausdruck. Er besitzt trotz hohen Reifegrades des Traubengutes, immer noch seine frische Art nach knackigen Kirscharomen. Seine fruchtige Säure bringt ihm seine erfrischende Art und dazu auch eine gute Haltbarkeit. Ein absolut Topprodukt und sicher der beste Chianti Classico der bis heute auf Colle Bereto erzeugt wurde.
Am 08-04-2010 16/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas. Dekantieren ist empfehlenswert.

   
2007

Chianti Classico Riserva. Tief dunkles Bordeauxrot. In der Nase fast überreife Noten die an Wurst, Würze und Holz erinnern. Im Gaumen sehr schön, hat aber eine weit fortgeschrittene Aroma Palette, von der ich ausgehe ihn lieber jung als alt zu trinken. Ein Charakter-Wein mit ungewöhnlichem Gewicht für einen Chianti.
Am 10-04-2011 16,5-17/20 aus einem typähnlichen Viña/404/Schott-Glas. Beobachten.

   
2007

Il Tocco. Wenn an einer Messe ein Wein so gut ist wie dieser, dann hab ich meist fast keine Lust mehr diesen zu beschreiben, er lässt alle vorangegangenen unangenehmen Verkostungen die ich mühsam zu Papier brachte, vergessen und lädt mit Erholung zum Träumen ein. Natürlich gibt es diese Farbe nicht, doch manchmal kommt sie wie geflogen in meine Gedanken, so auch bei diesem, der mich mit seinem tief dunklem rot an Draculas Blut mahnt. In der Nase breit mit Süsse und Eleganz. Auch im Gaumen ist Finesse mit grosser Konzentration spürbar. Sein Nachhall und Abgang verraten einen grossen Wein, der den Titel eines Supertoscani mit Recht tragen darf. Zum Essen jetzt schon gut, zum Lagern und geniessen sicher bis 2015 oder mehr?
Am 08-04-2010 17,5/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas.
Nochmals. Immer noch fast schwarz violett. In der Nase Brombeeren-Aromen in hoher Dichte mit einer dezenten Luft-Note. Im Gaumen aalglatt und süss, fruchtig. So drückt er sich den Hals hinunter. Ein Wein mit Kraft und Länge für Leute, die konzentrierte Weine suchen. Auf jeden Fall vor dem Trinken, eine halbe Stunde vorher dekantieren.
Am 17-07-2012 17,5/20 in Rada, in der Colle Bereto Bar aus einem Chianti-Glas

   
2007

Il Cénno Pinot Noir. Dunkles Bordeauxrot. In der Nase fast wie ein Zwetschgenkuchen mit Kümmel, Zimt und feinen Holz-Noten. Er macht einen ausgeglichenen Eindruck. Im Gaumen ist er vollmundig. Mit sehr guter Frucht und einer fast samtigen, feinen Struktur. Im Abgang bricht er ab, sein Nachhall ist jedoch gut und angenehm. Ein Wein, den ich nicht zum Lagern empfehlen würde. Trinken Sie in lieber in den nächsten 2-3 Jahren. Er passt, wie sein Körper ist, zu feinen dezent gewürzten Speisen.
Am 01-12-2009 15/20 aus dem Fine/Burgund/Schott-Glas.
Nochmals. Hat sich schon wieder etwas verändert, vielleicht zum kräftigeren hin. Er bricht aber vom aromatisch gesehen, immer noch Mitte Gaumen ab. Der Nachhall ist lang und kräftig mit einem trockenen Finale. Die Aromen sind mit guter Zimmertemperatur sehr angenehm geworden, Ansonsten würde ich ihn kaum länger als bis 2012 aufbehalten.
Am 16-09-2010 16/20 aus dem Fine/Burgunderpokal/Schott-Glas.

   
2006

Chianti Classico Riserva. Ein Wein, über den ich lieber nicht schreiben möchte, denn er passt nicht zur sonst üblichen Riserva Qualität die auf Colle Bereto erzeugt wird. Klares, mattes Kirschrot. Er braucht Luft und ich dekantiere ihn deshalb kurz, was ihm Tiefe und Frucht verleiht, aber den säuerlichen Duft nicht wegnimmt. Das einzige noch dominierende nebst der Säure, ist ein Gemisch von Zimt und nassem, altem Holz. Er ist auch etwas brandig. Im Gaumen überraschend weich und fein, aber auch da tritt eine verwässerte, unangenehme Säure in den Vordergrund. Also ein richtiger tief Flieger, den ich bald wieder vergessen möchte.
Am 17-04-2010 12,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
2002

Chianti Classico. Dunkles Bordeauxrot, ohne irgendwelche Altersanzeichen. In der Nase bringt er ein warmes Pflaumen – Kirschen Bouquet. Er ist offen, das Bouquet jedoch schmal, mit Grünholz Noten. Im Gaumen kommt er vollmundig, fruchtig, immer noch frisch, mit den Aromen von Kirschen. Ich trinke ihn mit einer Temperatur um die 16°C und empfinde ihn so als richtigen Spassmacher. So wie er jetzt ist, würde ich in gerne zu Antipasta Platten oder einem dünn geschnittenem gegrillten Rindsplätzchen geniessen.
Am 03-11-2012 16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
1999

Chianti Classico Riserva. Klares dunkles Mahagonirot. In der Nase fein, rund und immer noch kräftig. Sehr angenehmes Bouquet, von nach in Holz eingelegten Kirschen. Im Gaumen vollmundig fein, man könnte fast sagen zerbrechlich. Im Gaumen ist das Holz etwas präsenter als die Frucht. Hält schön an, sollte aber dieses Jahr ausgetrunken werden. Ich würde ihn zusammen mit breiten Nudeln und einer Portion Steinpilzen zur Vorspeise servieren.
Am 08-01-2011 15,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.

   
      

Colle B. Aus den beiden Jahrgängen 2007 und 2008, 50/50 gemischt und Ende Mai abgefüllt. Der Colle B wird ohne Jahrgang verkauft, wobei am Zahlencode festgestellt werden kann, um welche Jahrgänge es sich bei der Abfüllung, die Sie dann vielleicht gerade auf dem Tisch haben, handelt. Dieser Flasche bzw. der Inhalt, hatte eine sehr schöne helle Lachsfarbe und eine feine Perlage. An der Nase entfaltete sich ein feines, kompaktes, fruchtiges Bouquet, das an Erdbeeren erinnerte. Auch im Gaumen hatte er viel Frucht und Frische, seine Aromen hielten sich lang im Nachhall, ein feiner, angenehmer Abgang rundete ein gutes Sommervergnügen ab.