26601 Tain-l’Hermitage

   
2005

Hermitage, Vieilles Vignes, Le Vignon. Tief dunkles Kirschrot, im Zentrum fast schwarz. Ein fast unglaubliches Bouquet, das kaum zu beschreiben ist. Es erinnert an Lebkuchen, Eukalyptus, Nelken, eingekochte Himbeeren und Cassis. Auch im Gaumen geht die Post ab, und es fällt schwer die vielen Geschmacksvariationen die sich bilden, und in etwa dem vom Bouquet her entsprechen, festzuhalten. Es fällt mir nur auf, das ich kein Barrique schmecke, leider habe zu diesem Zeitpunkt noch keine Angaben über diesen Wein und so nehme ich an, dass dieser nicht, oder eben so dezent darin ausgebaut wurde, das man es nicht mehr schmeckt. Im Abgang ist er weich, samtig und vollkommen ausgeglichen. Sein Nachhall ist Minuten lang und man glaubt ihn nicht mehr los zu werden. Das ist Kraft und Finesse in einem, leider ein kaum anzutreffendes Ereignis in unserer heutigen Weinschwemme. Dieser Wein kann eigentlich nur nicht gefallen, wenn man den Syrah nicht mag. Das könnte also auch all denen passieren, die gar noch nie Wein ohne Barriques Einsatz getrunken haben. (Er wird in gebrauchten Burgunder-Barriques ausgebaut)
Am 02-05-2009 18/20 aus dem Fine/Bordeaux/Schott-Glas. Trinken bis 2020 eher länger.
Nochmals. Der Wein wird weicher und dezenter in den Aromen, jetzt sind die Barrique-Noten deutlicher geworden.
Am 06-06-2010 18/20 aus dem Vinoteque/Matura49/Bormioli-Glas. Auch meine Gäste waren stark beeindruckt, von diesem Wein.