Domaine de Grangeneuve

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An der D252

26230 Roussas ( Rhône )

FRANKREICH

Tel.: 0033 475 98 50 22 / Fax: 0033 475 98 51 09

E-Mail: oh.bour@orange.fr

Internet: www.domainesbour.com

 

Besitzer: Domaine Bour S.A.R.L.

Rebenfläche rot: 58 ha

Rebenbestand rot: 45% Grenache, 45% Syrah und 10% Cinsault

Rebenfläche weiss: 7 ha

Rebenbestand weiss: Grenache Blanc, Marsanne, Roussanne und Viognier

Pflanzendichte: 3‘200 bis 3‘500

muss bei Neuanpflanzungen auf 4‘000 gesteigert werden

 

Rotweine

Tradition, Côteaux du Tricastin AC

Traubensorten: 65% Grenache, 25% Syrah und 10% Cinsault

Jahresproduktion: ca. 130‘000 Flaschen

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Vieilles Vignes, Côteaux du Tricastin AC

Traubensorten: 50% Grenache und 50% Syrah

Jahresproduktion: 40‘000 Flaschen

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Terre d’Epices, Côteaux du Tricastin AC

Traubensorten: 50% Syrah und 50% Grenache

Ausbau: 12 Monate im Barrique

Jahresproduktion: ca. 30‘000 Flaschen

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Esprit de Grenache, Côtes du Rhône Village AOC

Traubensorten: 50% Grenache und 50% Syrah

Jahresproduktion: ca. 30‘000 Flaschen

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La Truffière, Grignan-les-Adhémar AOC

Traubensorten: 90% Syrah und 10% Grenache

Ertrag: 35 hl/ha

Gärung: im Beton-Tank

Ausbau: 14 Monate in 228 Liter Barriques aus Allier-Eiche

Jahresproduktion: ca. 35‘000 Flaschen

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Weissweine

Les Dames Blanches du Sud, Grignan-les-Adhémar AOC

Traubensorten: 40% Viognier, 30% Marsanne,

20% Grenache Blanc und 10% Roussanne

Gärung und Ausbau: im INOX Tank

Jahresproduktion: ca. 25‘000 Flaschen

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V Viognier, Tricastin AOC

Rebenfläche: 2 ha

Traubensorte: 100% Viognier

Alter der Reben: angepflanzt vor 1995

Gärung und Ausbau: im Barrique

Jahresproduktion: ca. 9‘000 Flaschen (2009)

 

Die Domaine de Grangeneuve ist in der Region 50 km um das Weingut allgegenwertig, man findet Reklameschilder, in jedem Shop wird einer der kleinen Weine angeboten und in den Restaurants wird meistens der Vieilles Vignes der La Truffière und oder der Viognier gereicht. Das Weingut ist einfach zu finden es liegt nahe an der Autobahn A7 und ist über die Ausfahrt Montélimar-Süd schnell und einfach zu erreichen. Von Hanglagen ist um das Weingut gar nichts zu sehen, die Reben stehen meist auf sanften Hügeln, zwischen den schroffen und steilabfallenden Bergketen, die der Rhône die Richtung weisen. Anders als weiter oben an der Rhône, sind hier die Hanglagen wegen zu wenig Humus, einfach nicht mehr zu gebrauchen. Auch in der Ebene ist der Humus nur dünn vorhanden, so dass wohl manche Kuh die dort weiden müsste, sich im Gras die Zähne ausbeissen würde. Als ich im Februar 2011 die Domaine besuchte, war es am Nachmittag bereits 16°C und in Basel auch bei schönem Wetter gerade mal 12°C. Der Austrieb der Reben beginnt an so heissen Lagen dann schon mal im März und lässt daher eine um zwei Wochen frühere Ernte, als zum Beispiel im Burgund zu. Auf der Domaine ist immer noch der ins Alter gekommene Monsieur Henri Bour der Chef, der wenn er das Büro betritt, eine gewisse Ruhe den Raum erfasst. Er hat wohl auch erkannt, das modernisieren heute eine unumgängliche Sache ist, will man mit der immer grösser werdenden Konkurrenz mithalten. Daher sind 2009, Lager, Abfüllanlage und die Barriques, in einem neuen voll klimatisierten Keller untergebracht worden. Es stehen aber immer noch einige Arbeiten, die zu einem reibungslosen Ablauf, vor allem beim Einbringen der Ernte und der Halle, in dem die Beton und INOX Tanks, bevor. Auch neue Gesetzte für diese Gegend schreiben nun vor, das auf einem ha Rebenland Minimum 4‘000 Reben stehen müssen, was bedeutet, dass bei Neuanpflanzungen die Reben neu ausgerichtet werden müssen. Diese Gesetzgebung dient vor allem der Qualitätssteigerung der Weine und zwingt die Wurzeln wegen der Nachbar-Rebe, ihr Wasser mehr aus der Tiefe zu holen. Das wieder hat zur Folge, dass mehr Mineralien in die Traube gelangen, die dann wieder um dem Wein mehr Tiefe und Aromavielfallt geben.

   
2009

La Truffière. 100% Syrah 14 Vol% Alc. Dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet anfangs noch mit Hefe und Grün-Noten, von denen die Frucht noch etwas unterdrückt wird. Denn ist er schon lange offen, wandelt es sich, das Bouquet wird feiner, verliert Grün- und Hefe-Note und geht zu Schwarzbeeren über. Im Gaumen fein, hat aber auch noch einige Kanten, die bei angebrochener Flasche am zweiten Tag komplett verschwinden, so wie auch die feinen Bitter-Aromen, die bei frisch geöffneter Flasche noch spürbar sind. Er bekommt am zweiten Tag gute Cassis-Aromen und das Holz wirkt nicht mehr so vordergründig. Also sollten Sie jetzt doch Lust verspüren diesen Wein zu verkosten, so empfehle ich ihnen, diesen zuerst Minimum eine Stunde in der Karaffe ruhen zu lassen und erst dann auch mit guter Temperatur um die 20°C zu trinken. Mein Gefühl sagt mir, hier kommt noch mehr, daher lass ich diese Truffière noch bis 2020 im guten Keller ruhen.
Am 27-01-2018 16,5/20 aus dem Veritas/Bordeaux/Riedel-Glas.

   
2007

La Truffière. Mischsatz 90% Syrah und 10% Grenache Noir.