Domaine Jean-Michel Guillon

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33, Route de Beaune

21220 Gevrey-Chambertin ( Côte de Nuits )

BURGUND / FRANKREICH

Tel.: 0033 380 51 83 98 / Fax: 0033 380 51 85 59

E-Mail: contact@domaineguillon.com

Internet: www.domaineguillon.com

 

Besitzer: Jean-Michel Guillon

Gegründet: 1980

Rebenfläche: 14,8 ha

 

Rotweine

Bourgogne AC

Traubensorte: Pinot Noir

Rebenfläche: 1,8 ha

Jahresproduktion: ca. 12‘000 Flaschen (1999)

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La Queue de Hareng, Côtes de Nuits Village AC

Traubensorte: Pinot Noir

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Fixin AC, Les Crais

Traubensorte: Pinot Noir

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Gevrey-Chambertin AC

Traubensorte: Pinot Noir

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Gevrey-Chambertin AC, Les Crais

Traubensorte: Pinot Noir

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Gevrey-Chambertin AC, Vieilles Vignes, Link

Traubensorte: Pinot Noir

Jahresproduktion: ca. 6100 Flaschen (2003)

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Gevrey-Chambertin 1er Cru Les Champonnets AC

Traubensorte: Pinot Noir

Rebenfläche: 0,9 ha

Jahresproduktion: ca. 4600 Flaschen (2001)

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Gevrey-Chambertin 1er Cru Clos-Prieur AC

Traubensorte: Pinot Noir

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Gevrey-Chambertin 1er Cru la Perriere

Traubensorte: Pinot Noir

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Gevrey-Chambertin 1er Cru La Petit-Chapelle AC

Traubensorte: Pinot Noir

Rebenfläche: 0,26 ha

Jahresproduktion: ca. 1560 Flaschen (2004)

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Mazis-Chambertin Grand Cru AC

Traubensorte: Pinot Noir

Rebenfläche: ca. 0,15 ha

Jahresproduktion: ca. 840 Flaschen (2005)

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Morey-Saint-Denis 1er Cru La Riotte AC

Traubensorte: Pinot Noir

Rebenfläche: ca. 0,19 ha

Jahresproduktion: ca. 1400 Flaschen (2001)

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Chambolle-Musigny AC

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Clos de Vougeot Grand Cru AC

Traubensorte: Pinot Noir

Rebenfläche: 0,14 ha

Jahresproduktion: ca. 820 Flaschen (2005)

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Nuits-Saint-Georges AC, Les Chaillots

Traubensorte: Pinot Noir

Rebenfläche: 0,16 ha

Jahresproduktion: ca. 1‘100 Flaschen (2005)

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Weissweine

Marsannay AC, Les Champs Perdrix

Traubensorte: Chardonnay

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Santenay AC, Les Bras

Traubensorte: Chardonnay

 

Der ehemalige Pilot Jean-Michel GUILLON, gründete seine Domaine 1980 mit 2,3 ha Reben. Er kaufte laufend neue Rebenparzellen dazu und ist nun im 2018 bis auf 14,8 ha herangewachsen. Er besitzt bis auf die Chardonnay-Parzelle in Santenay, alle anderen Rebenlagen an der Côtes de Nuits. Jean-Michel Guillon baut seine Weine nur in neuem Holz aus, er glaubt nicht daran, dass ein Barrique so gut gereinigt werden kann, das es danach frei von Fremdgerüchen ist. Das bedeutet, er kauft jedes Jahr für die gesamte Ernte neue Barriques. Ein Barrique kostet um die 600 Euro und kann den Wein für 300 Flaschen aufnehmen. Seit 2008 ist sein Sohn Alexis Guillon mit von der Partie, er absolvierte zuvor 1999 bis 2001 ein Praktikum in Chambolle-Musigny. Danach folgten 2 Jahre Abitur und wieder 2 Jahre Praktika im Beaujolais und in Pic Saint Loup (Departement Hérault). Im 2007 besuchten wir die Domaine zum ersten Mal und es kommt mir immer noch vor, als sei es gestern gewesen, so deutlich ist dieses Erlebnis hängen geblieben. Wie es bei Weinhändlern halt so üblich ist, meldeten wir uns für eine Degustation bei ihm im Keller an. Die Domaine Guillon war ja nicht die einzige Domaine, die wir in unserer Zeit als Amateure wie auch später als Profis besuchten, aber die schnörkellose Direktheit verschlug uns damals fast die Sprache. Als wir ankamen fragte uns dieser doch tatsächlich, was wir nun bei ihm wollten, er hätte nämlich gar kein Wein mehr. Na schon fast auf dem Absatz rechts um und weg, kam die Ansage: „Aber wir könnten die Weine vom Jahrgang 2006 ab Fass degustieren und von diesen dann eventuell etwas reservieren“. Na ja, jetzt wollten wir erst recht sehen, wer da vor uns stand und wir folgten dem Monsieur Guillon in den Keller. Auf dem Weg dort hinab, erzählte er uns von den nur neuen Barriques, die er zum Ausbau seiner Weine einsetzt. Er gab uns als ersten Wein, den ganz normalen Gevrey-Chambertin, wir sahen uns an und dachten beide, was geht denn hier ab. Noch nie konnte uns eigentlich ein Winzer, so bereits mit dem ersten Wein überzeugen. Nach dem zweiten Wein, dem Gevrey-Chambertin Vieilles Vignes, war es dann um uns geschehen, wir konnten uns vor Freude kaum mehr halten. Seit da an sind wir beim gradlinigen Jean-Michel Guillon ein regelmässiger Kunde, der uns auch nach wie vor immer wieder aufs Neue ins Staunen versetzt.

   
2016

Côte de Nuits Village, La Queue de Hareng. 13 Vol.% Alc. Rubinrot. Kompaktes, weiches, kirschenfruchtiges Bouquet, mit leichter Barrique-Note. Im Gaumen fein, ein Mittelgewicht und er bringt dezent eine punktuelle Säure hervor, die etwas an Grapefruit erinnert. Seine Frucht-Aromen sind lang anhaltend und man kann darin Kirschen und Grenadine-Aromen erkennen. Die Holz-Aromen vom Barrique kommen nur dezent hervor.
Am 26-05-2018 16,5/20 aus dem Vinoteque/Super800/Bormioli-Glas. Trinken jetzt bis 2025.

   
2016

Fixin, Les Crais. 13 Vol.% Alc. Dunkles Rubinrot. Das Bouquet warm, nach Hefe, etwas Holz und Blaubeeren-Aromen. Er wirkt noch etwas verschlossen und eine Spur alkoholisch. Trotzdem, das Bouquet aus dem Super800-Glas ist phantastisch und bringt trotz Schwere auch Finesse hervor. (Siehe Foto in der Galerie) Im Gaumen mit viel Gewicht, Frucht, Süsse und Holz-Aromen und das von keinem zu wenig, wobei beerenfruchtige Aromen dominieren. Ein sehr aroma-starker Fixin, wie ich ihn bis heute noch nie erleben durfte. Er ist lang im Nachhall und kommt auch zu einem feinen Abgang, ein Fixin-Village wie es ihn anders wo wohl kaum gibt. Er ist jetzt so gut, dass ich mir bei diesem ausser etwas mehr Feinheit, kaum eine Steigerung vorstellen kann, daher würde ich diesen bis 2021, wegen des jetzigen Trinkspasses austrinken.
Am 19-05-2018 17/20 aus dem Vinoteque/Super800/Bormioli-Glas.

   
2015

Gevrey-Chambertin, Vieilles Vignes. 13 Vol.% Alc. Rubinrot. Ein sehr feines und tiefes Bouquet, mit Noten von roten Beeren. Es duftet unverkennbar nach Gevrey-Chambertin und zeigt damit auch, wie ganz anders dieser gegenüber der Nachbargemeinde Morey-Saint-Denis ist. Im Gaumen ist er vollmundig und wirkt sehr harmonisch, seine in ihm steckenden Himbeeren-Aromen, sind wohl so deutlich, wie sie es für einen Wein gar nicht mehr sein könnten. Ein Parade-Beispiel für einen Gevrey-Chambertin Village.
Am 21-05-2018 17,5/20 aus dem Vinoteque/Super800/Bormioli-Glas.

   
2015

Morey-Saint-Denis, 1er Cru La Riotte. 13 Vol.% Alc. Kirschrot. Das Bouquet mit einer Holz- und Frucht-Aromatik, die an Eleganz und Tiefe nur sehr schwer zu toppen ist. Es duftet nach Erdbeeren und feinen Eichenholz-Aromen. Auch wenn sich dieser nun nicht sonderlich schwer anfühlt, so ist es doch ein Wein, der Pinot Noir Freunde zum Abheben bewegen könnte. Dieser Wein zeigt meiner Ansicht nach sehr deutlich, wie sich guter Pinot Noir zur Nachbargemeinde Gevrey-Chambertin entwickeln kann. Er wiederspiegelt irgendwie das kühler anmutende Terroir von Morey-Saint-Denis, auf eindrücklichste Art und Weise.
Am 21-05-2018 18/20 aus dem Vinoteque/Super800/Bormioli-Glas. Trinken jetzt bis 2030.

   
2014

Gevrey-Chambertin, Vieilles Vignes. 13 Vol% Alc. Diese Flasche war zur Zeit dieser Notizen bereits zwei Tage offen, wovon bereits ¼ Flascheninhalt fehlte. Klares Kirschrot. Einfach herrlich, volles Bouquet, würzig und es riecht nach Grenadine-Sirup. Im Gaumen vollmundig, weich, fett und mit diesen kaum beschreibbaren Gevrey-Aromen. Genau solche Aromen waren es, die mir früher den Kopf bei den Weinen von Armand Rousseau, als dieser noch lebte, den Kopf verdrehten. Heute sind diese Weine leider viel zu teuer geworden und bleiben auch weit hinter dem, was der Vater hier einmal aufgebaut hat. Darum habe ich Lust auf Gevrey, so lasse ich den Rousseau und nehme Guillon. Der Abgang fehlt, aber sein Schmelz, seine Aromatik und sein langer, weich wirkender Nachhall, geben ihm eben seine spezielle Note. Einige Tipps die Sie für gute und vor allem für diesen jungen Wein, befolgen sollten. Er braucht sicher 1 bis 2 Stunden Karaffen-Ruhe, bevor Sie ihn zur Brust nehmen, nicht unter 20°C trinken, sonst wirkt er durch das Neu-Holz, das zum Ausbau verwendet wurde, härter als es hier beschrieben ist. Und drittens: Auf keinen Fall aus einem tulpenförmigen Glas trinken, dies mag das Bouquet der meisten Burgunder sowieso nicht. Das Bormioli-Glas ist für viele zwar nicht das Schönste, aber im Moment kaum zu übertreffen. Kostet um die 10-12 CHF im guten Fachgeschäft.
Am 20-07-2017 +16,5/20 aus dem Vinoteque/Super800/Bormioli-Glas. Trinken bis 2030.

   
2012

Gevrey-Chambertin, Les Crais. Dunkles, klares Kirschrot. Volles, offenes, herrliches Bouquet, mit gut ausbalancierten Aromen von Pflaumen, Kirschen und vom Barrique, in dem dieser Wein heranreifte. Im Gaumen wird dann bestätigt, was das Bouquet schon Preis gab, ein harmonisch und gut ausbalancierter Wein, bei dem Frucht noch Holz dominieren. Mir gefällt dieser jetzt schon, in zwei bis drei Jahren dürfte er aber noch etwas zulegen.
Am 19-11-2014 +16/20 aus dem Vinoteque/Super800/Bormioli-Glas.

   
2008

Clos Vougeot Grand Cru. Diese Flasche habe ich, an die von Martel AG im Hof Ragaz organisierte Domaine de la Romanée Conti Degustation mitgenommen, die mit Essen zu CHF 1350,-- angeboten wurde. Die Begründung dazu ist, 2008 war ein ganz schwer zu bewirtschaftendes Jahr und die besseren Lagen von Clos Vouget im oberen Teil, in Sichtweite zum Grand Cru Echezeaux, zu finden sind. Nun war es natürlich spannend zu sehen, welche Domaine mit diesem im Burgund nur mässig ausgefallenem Jahrgang, besser fertig wurde. Es will noch festgehalten sein, zum Zeitpunkt dieser Notizen kostete der Echezeaux in der Schweiz CHF 835,-- und der Clos Vougeot CHF 94,--. Der Clos Vougeot mit dunklem Kirschrot. Das Bouquet konzentriert, tief, mit viel Frucht, immer frisch und zum Holz in gutem Gleichgewicht stehend. Im Gaumen vollmundig, kräftig und auch wenn die Säure kurzzeitig deutlich spürbar ist, bleibt sie noch angenehm. Es kommen, obwohl der Wein bei weitem seine Reife noch nicht erreicht hat, bereits rot- und schwarzbeeren Aromen hindurch, in denen auch eine Spur von Eukalyptus zu finden ist. Auch wenn der Abgang nur andeutungsweise folgt, so ist der Nachhall überzeugend lang und lässt kaum einen Rückschluss auf ein so schwieriges Jahr wie dieses zu. Dazu nun der Vergleich meiner Notizen zum Echézaux 2008 No. 2841. Gereiftes Bordeauxrot. Reifes, nach Himbeeren duftendes Bouquet mit animalisch buttrigen Noten. Er wirkt leicht offen und ohne Tiefe, aber mit angenehmer Süsse. Im Gaumen wirkt er fein angenehm, reif, aber schlank. Trotzdem er ist aromatisch ausgeglichen und hält sich diesbezüglich auch lang im Nachhall. Der Echezeaux, der wohl nicht mehr allzu lange gelagert werten sollte, um nicht als überalterter Greis im Keller zu schlummern, bekam von mir 16/20 Punkte. Der Clos Vougeot von Guillon hingegen, so würde ich vorausblickend einschätzen, wird ab 2020 bis 2030 seine besten Zeiten vor sich haben.
Am 30-04-2015 16,5/20 aus dem Vinoteque/BurgundSuper800/Bormioli-Glas, das ich übrigens selber an die Degustation mitbrachte und meine Tischnachbarn ganz schön staunten, wie viel besser die Weine aus diesem Glas dufteten.
Nochmals. Kirschrot. Das Bouquet tief, mit aufgesetzten Grapefruit-Aromen, dahinter duftet es etwas nach roten Beeren und Efeu. Er ist recht kraftvoll, braucht sehr viel Zeit, um sich ins richtige Licht zu rücken, bringt dann aber nebst deutlicher Säure, auch eine gute Fruchtaromatik mit. Der gute, trockene Nachhall ist lang, zum Abgang hin, bricht er ab. An der grossen Burgunder Blinddegustation, an der er aus 16 Weinen mit 8 Teilnehmer und 13,62/20 Punkten, den 14. Platz belegte. Ich habe diesen Wein wieder blind erkannt, die Note jedoch, die ich ihm im Frühling 2015 gegeben habe, wusste ich nicht mehr. (Infos im Lexikon)
Am 23-10-2016 16,5/20 aus dem Gabriel-Gastro-Glas.

   
2007

Morey Saint Denis. La Riotte. Dunkles Kirschrot. In der Nase wirkt er schwer und verschlossen, und dass  wenige was er Preis gibt, erinnert an Kirschkompott mit frischem Holz. Die Nase wird vom Gaumen voll und ganz bestätigt, zudem zeigt er Kraft für ein langes Leben. Ein im Moment noch sehr verschlossener Wein, der dem Kenner aber jetzt schon Grösse verrät.
Am 24-05-2009 16,5-17/20 aus dem Fine/Burgund/Schott-Glas. Trinken 2015-2030.

   
2007

Marsannay blanc, Les champs Perdrix. Gelb mit klarem Rand. In der Nase, tief und kräftig, mit viel Holz und Vanille-Aromen. Im Gaumen vollmundig und fett mit durchgreifender Zitrus-Säure. Hält sich lang im Gaumen, es fehlt ihm jedoch etwas an Finesse. Noch 2-3 Jahre lagern.
Am 26-04-2009 12,5/20 aus dem Audrey/Bordeaux/Schott-Glas.

   
2007

Santenay blanc, Les Bras. Gelb, kräftig verhalten, tief in der Nase. Ein Duft von Vanille, Holz und Stachelbeeren. Sehr ansprechend mit einem schon Reife zeigendem Bouquet. Sehr angenehm auch im Gaumen, jedoch kurz im Abgang. Ein langer Aroma Nachhall, der auch eine baldige Trinkreife anzeigt. Nur die auf der Zunge stark aufkommende Säure ist schwer einzuschätzen, wohin dieser Wein wirklich geht. Braucht er eventuell doch noch etwas mehr Zeit?
Am 26-04-2009 14/20 aus dem Audrey/Bordeaux/Schott-Glas.

   
2007

Mazis-Chambertin. Klares Bordeauxrot, mit leichter Altersfärbung. Ein packendes Bouquet, kräftig, kompakt und recht offen. Noch dominieren Holz-und Röstaromen, irgendwie beginnen sich aber im Hintergrund die Fruchtaromen freizusetzen. Einer, bei dem es mir wiedermal schwerfällt, das Glas von der Nase wegzunehmen. Im Gaumen vollmundig, mit präsenter Säure, die Frische für Frische sorgt. Die Aromen im Gaumen beginnen sich bereits mehr auf die Seite der Erdbeeren zu wandeln. Er braucht Luft und sollte keinen Falls unter 19°C getrunken werden.
Am 29-10-2016 17/20 aus dem Vinoteque/Super800/Bormioli-Glas.

   
2006

Les Champonnets. Dunkles Bordeauxrot. Starke Röst und feine Rauch- und Gummi-Noten. Im Gaumen frisch angriffig, braucht viel Zeit und Luft um seine Feinheiten Preis zu geben. Im Moment zeigt er sich anfangs noch von der harten Seite, mit etwas Mocca, Röst, Eichen und geräuchertem Speck-Aromen. Erst nach etwa zwei Stunden wird er weicher und bekommt etwas rote Frucht in seinem Geschmack. Im Vergleich getrunken mit dem Gevrey-Chambertin AC 2006 und dem Charmes-Chambertin 2007 von Armand Rousseau, mussten beide hinter dem Gevrey von Guillon Platz nehmen, und das erst noch zu einem viel höherem Preis. Zum Essen, und nur wenn Sie Zeit haben, Minimum eine Stunde vorher den Wein zu dekantieren, dann kann er auch jetzt schon Freude machen ansonsten sicher ab 2014.
Am 06-12-2009 16,5/20 aus dem Fine/Burgund/Schott-Glas.