Le Plan

71960 Fuissé ( Mâconnais )

BURGUND / FRANKREICH

Tel.: 0033 385 27 05 90 / Fax: 0033 385 35 67 34

E-Mail: domaine@chateau-fuisse.fr

Internet: www.chateau-fuisse.fr

 

Besitzer: SC Château de Fuissé, Familie VINCENT

Leiter und Önologe: ab 2003 Antoine VINCENT

 

Rotwein

Juliénas AC, Domaine de la Conseillère

Traubensorte: 100% Gamay

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Weissweine

Mâcon-Villages AC

Traubensorte: 100% Chardonnay

Alter der Reben: mehr als 25 Jahre

Rebenfläche: 3 ha

Ausbau: im Stahltank

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Mâcon-Fuissé AC

Traubensorte: 100% Chardonnay

Rebenfläche: 0,9 ha

Ausbau: im Stahltank

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Saint-Véran AC

Traubensorte: 100% Chardonnay

Rebenfläche: 7,9 ha

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Pouilly-Fuissé AC, Tête de Cru

Traubensorte: 100% Chardonnay

Alter der Reben: 30 Jahre Angabe 2011

Rebenfläche: ca. 8,2 ha

Ausbau: 70% im Barrique, davon 25% neue und 30% im Tank

Jahresproduktion: ca. 45‘000 Flaschen (2009)

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Pouilly-Fuissé AC, Vieilles Vignes (ab 2014 nur als Mg)

Traubensorte: 100% Chardonnay

Alter der Reben: mehr als 50 Jahre, Angabe von 2011

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Pouilly-Fuissé AC, Les Combettes (Monopol)

Traubensorte: 100% Chardonnay

Rebenfläche: 1,3 ha

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Pouilly-Fuissé AC, Les Brûlés

Traubensorte: 100% Chardonnay

Rebenfläche: 0,7 ha

Jahresproduktion: ca. 4‘000 Flaschen (1996), 4‘500 Flaschen (2009)

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Pouilly-Fuissé AC, Clos du Château (Monopol)

Traubensorten: 100% Chardonnay

Rebenfläche: 2,7 ha

 

Es ist schon etwas besonders wenn man sagen kann, hinter meinem Haus im Garten, habe ich aussergewöhnlich gute Bodenverhältnisse für Chardonnay Reben. Aus denen gibt es dann auch noch Jahr für Jahr Weine, die zu den allerbesten im Mâcone notiert werden. Genannt Le Clos, eine Mauer um die 2,7 ha grosse Parzelle, die grösstenteils hinter dem Château verläuft. Auch der Auftritt als Château in dieser Gegend, ist eher selten, denn im Mâconais werden mehr Weine durch Domainen mit Familien-Namen vertrieben. Ein anderes, erwähnenswerte Haus ist sicher, das aus der Nachbarschaft stammende Château Pouilly, es trägt die andere Hälfte des Namens, die für die Weine von Pouilly-Fuissé AC stehen. Andere Leute wiederum haben Probleme mit Pouilly-Fuissé und Pouilly-Fumé und wissen nicht so richtig, wie die einzuordnen sind. Da gibt es für die deutschsprachigen Leute eine gute Eselsleiter. Der schwerere Chardonnay, geht zu den Füssen (Fuissé), also im südlicheren Teil Frankreichs und der leichtere Sauvignon Blanc, als Rauch (Fumé), hoch in das nördliche Frankreich, an die Loire. Bei der Degustation auf dem Château, zu der ich Mitte Februar 2016 eingeladen wurde, sind mir auch die zwei Weine Pouilly-Fuissé Les Combes und Les Brûlés gut, aber eher als Weine mit mehr Süsse und Barrique Dominanz aufgefallen. Vielleicht ein Resultat mit Blick zum amerikanischen Weinpapst Robert Parker, der so scheint es manchmal nie genug bekommt, wenn es um Eichenholz-Geschmack im Wein geht.

   
2015

Bourgogne Blanc. Helles, blasses gelb. Feines, tiefes, ins exotisch-fruchtig gehendes Bouquet, das gewichtig scheint. Im Gaumen aromatisch an Apfel, Holz und Vanille erinnernd. Er kommt recht fett, kompakt, aber etwas plump und alkoholisch an. Aromatisch wirkt er kräftig und langanhaltend, zum Abgang hin bricht er ab. Für ein Bourgogne in diesem Preissegment, schon fast überraschend gut. Ein Tipp: Richtig kalt servieren, so fällt die leicht alkoholische Note, nicht ins Gewicht.
Am 06-08-2017 15/20 aus dem Veritas/Chardonnay/Riedel-Glas. Trinken bis 2020.

   
2015

Mâcon-Village. Helles, blasses gelb. Wirkt ansprechend frisch, recht offen, nach sehr reifen Stachelbeeren. Die Barrique-Aromen spielen im Moment eher eine untergeordnete Rolle, was ihn süffig-frisch erscheinen lässt. Mir gefällt dieser schon jetzt recht gut, auch wenn ich insgeheim natürlich weiss, dass es beim Tête de Cru nochmals ein Sprung nach oben macht. Ein Wein, der für oder zu vielem passt und auch auf die Länge getrunken, nie verleidet.
Am 06-08-2017 16,5/20 aus dem Veritas/Chardonnay/Riedel-Glas.

   
2015

Juliénas. Helles Rubinrot. Herrliches Grenadine-Holz-Vanille-Bouquet, ich möchte fast sagen: Zum Abheben gut. Im Gaumen frisch, fruchtig und süffig wirkend, macht er Spass, ohne ihn als „grossen Wein“ bezeichnen zu müssen. Das Bouquet macht im Moment sicher genau betrachtet mehr Spass, doch in einer Runde, in der man noch wach bleiben will und doch immer wieder mal am Glas nippen möchte, ist das genau der richtige. Beaujolais mit Eleganz und ohne Fehler, Genusserfreulich umgesetzt.
Am 06-08-2017 16/20 aus dem Veritas/Bordeaux/Riedel-Glas.

   
2014

Pouilly-Fuissé, Le Clos. Klares, helles gelb. Das Bouquet noch verhalten, frisch wie aus einem Klotz gemeisselt zeigt es Würze, Frucht, Barrique-Aromen und Tiefe. Im Gaumen mit einer Aroma-Stafflung, in nur selten angetroffener Güte, wiederspiegeln sich die Aromen aus dem Bouquet. Ein Wein, für den das Sinnbild vom Wolf im Schafspelz, recht passend erscheint. Ist ein Wein schlecht, fällt es einem meist leichter darüber zu schimpfen, ist ein Wein aber so gut wie dieser, fehlen einem manchmal einfach die passenden Worte und man würde am liebsten schreiben: „Einfach perfekt“. Dieser Wein hat seine Reife sicher noch nicht erreicht, wird aber bis zu diesem Zeitpunkt verschiedene Geschmacks-Stationen durlaufen, von denen es sicher auch wieder verschiedene Meinungen geben wird. Mir gefällt die heutige, als auch die ganz Reife, wenn sich Barrique und Chardonnay-Aromen zu Blütenhonigduft vereint haben. Der einzig negative Punkt, der mir zum Schluss noch auffällt, die Flasche ist zu schnell leer.
Am 26-02-2016 18/20 aus dem Veritas/Chardonnay/Riedel-Glas. Trinken jetzt bis 2025.

   
2014

Saint Veran. Helles gelb. Volles, weiches Bouquet, mit Duft irgendwie nach Barrique, dem ist aber nicht so, denn dieser wurde nur im Stahltank vergoren und ausgebaut. Er ist finessenreich, offen und bringt in etwa Aromen reifer Stachelbeeren. Im Gaumen voll und aromastark, bringt er einen langen Nachhall, aber keinen Abgang. Ein Abgang stellte sich jedoch am zweiten Tag ein, als ich den Wein nochmals nachdegustierte. Eine Erfahrung die verrät, den sollte man eigentlich noch etwas ruhen lassen, will man die gesamte Gaumenfreuden auskosten.
Am 26-02-2016 16,5/20 aus dem Veritas/Chardonnay/Riedel-Glas. Trinken ab Juli bis 2025.

   
2012

Pouilly-Fuissé, Le Clos. In der Nase recht kraftvoll, wobei Frucht und Holz im guten Gleichgewicht sind. Es finden sich auch bereits feine Honignoten im Bouquet. Im Gaumen vollmundig, fein wie nur etwas, aber auch mit geballter Kraft in elegantester Form. Butterweich und butterfein, ist die bildliche Erklärung zu diesem edlen Tropfen, der etwas mehr mit Vanille, als von Fruchtaromen gezeichnet ist. Ein langer Nachhall, mit kurzem Abgang, beendet jeden weiteren Schluck.
Am 23-11-2015 17,5/20 aus einem dünnwandigen, burgunderähnlichen Glas.

   
2011

Pouilly-Fuissé, Tête de Cru. Helles, klares gelb. Ein fein, würziges, tiefes und mineralisches Bouquet, das seine Vanille-Noten, erst mit steigender Temperatur freigibt. Also sicher nicht unter 10°C trinken. Im Gaumen vollmundig, fruchtig, hat Kraft und kommt doch weich rüber. Die Barrique-Aromen kommen subtil, die Säure bringt Frische hinein, Nachhall und Abgang sind dezent. Ein Chardonnay, an dem jede Kritik fehl am Platz ist.
Am 08-09-2013 16,5/20 aus dem Viña/404/Schott-Glas. Trinken jetzt bis 2020.