Château Lafaurie-Peyraguey

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An der D116/E1

33210 Bommel ( Bordeaux )

FRANKREICH

Tel.: 0033 556 76 60 54 / Fax: 0033 556 76 61 89

E-Mail: chateaulafaurie@wanadoo.fr

Internet: www.lafaurie-peyraguey.com

 

Besitzer: Silvio Denz

Direktor: Eric LARRAMONA

Rebenfläche: 36 ha

Rebenbestand: 93% Sémillon, 6% Sauvignon Blanc und 1% Muscadelle

Pflanzendichte: 6'500 Rebstöcke pro ha bei Neuanpflanzungen 9’000

Jahresproduktion: ca. 120’000 Flaschen

 

Weisswein süss

Château Lafaurie-Peyraguey, 1er Grand Cru Classé Sauternes AC

Ausbau: 18-20 Monate in bis zu 40% bis 70% neuen Barriques,

der Rest in gebrauchten

Ernte: von Hand

Jahresproduktion: ca. 40’000 Flaschen

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Zweitwein

La Chapelle de Lafaurie-Peyraguey, Sauternes AC

Jahresproduktion: ca. 40’000 Flaschen

Wird seit im Besitz von Denz, nicht mehr produziert

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Weisswein trocken

Lafaurie-Peyraguey Sec, Bordeaux AC

Traubensorte: 100% Sauvignon Blanc

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Lys de Lafaurie-Peyraguey, Bordeaux AC

 

Eine wahre Festung ist dieses Château Lafaurie-Peyraguey und auf jeden Fall einen Ausflug wert, wenn Sie einmal in der Nähe sind. Schon dreimal hat dieses Château bei unseren Blinddegustationen, die ich mit mehreren Personen durchführte, den 1. Platz belegt. Das war mit dem Jahrgang 1981, 1986 und 1988 und es war jedes Mal auch Château d’Yquem mit von der Partie. Der Eindrücklichste Château Lafaurie-Peyraguey den ich aber bis jetzt getrunken hatte war 1947, ihn trank ich in den achtziger Jahren, er besass beeindruckend gute Aromen, die ich so nie mehr erleben konnte. Das Château hat auch schon mehrere Handänderungen erfahren, wobei der Name Cordier von 1917 bis 1984 für gute Weine sorgte und dem 2ème Grand Cru Classé Château d’Arche, sogar noch 4,5 ha Rebland abkaufen konnte. So wird dann in Bordeaux eine 2ème Grand Cru Classé Parzelle zu einem 1er Cru. Von 1984 bis 2014 kam das Château zur Suez Gruppe, genannt GDF Suez, die ebenfalls sehr gute Weine erzeugte. 2014 kaufte es wiederum der Schweizer Silvio Denz, der auch Inhaber der Kristallmanufaktur Lalique ist. Silvio Denz besitzt ausserdem in Saint-Emilion noch die beiden Château Faugères und Péby-Faugères. Seine Einkaufs-Tournee ging aber nicht nur durch Frankreich, sie begann sogar früh in der Toskana mit dem Weingut Montepeloso. In der Schweiz hat sich Silvio Denz bei der Firma Casa del Vino beteiligt, wodurch er auch Mitbesitzer der spanischen Bodega Clos d’Agon wurde. Casa del Vino übrigens wiederum gehört heute der COOP Gruppe an, die nun seinen Kunden die 20% Politik noch besser vorgaukeln kann. Dagegen werden diese Weine dann im CC, der auch zum Coop gehört, zu europäisch üblichen Preisen gehandelt. Fast jeder Weinhändler in der Schweiz erzählt zwar dies sei nicht möglich, doch gibt es immer wieder ein paar, so wie auch die M & W GmbH in Basel, die das doch können. Dies zumindest bei den Weinen, die nicht durch Grosshändler blockiert werden und deren Preise hochgehalten werden, um dann eben wieder mit hohen Rabatten die Kunden zu locken.

   
2013

Château Lafaurie-Peyraguey. Helles, klares gelb. Fruchtiges, eher leichtes, offenes, aber nicht ganz typisches Bouquet für einen Lafaurie-Peyraguey. Im Gaumen wesentlich besser, wirkt ausgeglichen und angenehm. Könnte zulegen, lohnt es sich diesen wegzulegen, hängt alleine von seinem Preis ab. Mir würde von diesem Jahrgang eine Mischung aus diesem und dem Château de Fargues gefallen.
Am 09-11-2016 16,5/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas.

   
2008

Château Lafaurie-Peyraguey. In Zürich, an der Degustation der Union des Grands Crus de Bordeaux. Vor mir liessen sich gerade zwei Leute von einem CH Importer ein Glas einschenken von einer Flasche, die bereits zu 2/3 geleert war. Danach bekam ich mein Glas serviert, von dem mir das Bouquet schon nicht richtig passte. Im Gaumen offenbarte sich das es Korkgeschmack war, der mich störte. Ich ging zu den beiden die vor mir waren (grosse Firma in der Schweiz) und fragte, ob Sie nicht auch den Korkgeschmack ausgemacht hätten? Verwundert schauten Sie mich an und taten mich als nicht Kenner dieses Weines ab. Na ja dachte ich, die anderen die bis jetzt davon tranken, haben es scheinbar auch nicht bemerkt. Also ging ich zum Herrn, der diesen Wein ausschenkte und zum Château gehörte mit der Frage, ob er den Kork-Geschmack nicht bemerkt habe. Nein, meinte er, dieser Wein ist so. Mir blieb fast die Luft weg und ich stellte mir die Frage, wo bin ich da eigentlich. Natürlich wollte dieser nicht einem, der nichts versteht, nochmals eine Flasche öffnen. Aber ich liess nicht locker und wartete einfach, bis eine neue Flasche geöffnet werden musste. Der Moment kam, als in der Alten noch etwas war und die Neue geöffnet war. Dreimal können Sie nun raten, was geschah. Die neue Flasche war nicht nur besser, sondern zu meiner Überraschung auch 17/20 Punkten wert. Jetzt kam der Herr am Ausschank in Erklärungsnöte und meinte, ja das sei wohl ein spezielles Barrique gewesen. Schon wieder erklärt einer etwas, bei dem er glaubt das Gegenüber muss ihm jeden Scheiss den er erzählt, glauben. So etwas kann höchsten vorkommen, wenn vom Barrique direkt abgefüllt wird. Das macht aber heute, vor allem so ein grosses Château wie das Lafaurie-Peyraguey ist, nicht mehr. So oder so, jetzt erkannte auch er, dass diese Flasche vorher nicht in Ordnung war und die beiden von der grossen Schweizer Firma, glauben wohl heute noch an einen ganz speziellen Sauternes, den Sie da bekommen haben. Warum ich das hier schreibe fragen Sie sich jetzt vielleicht, na ja, um zu zeigen welche Leute Wein einkaufen und dann wieder verkaufen.
Am 16-11-2010 17/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas.

   
2007

Château Lafaurie-Peyraguey. Goldgelb in der Karaffe, gelb im Glas. In der Nase exotische Früchte und Minze, aber alles zurückhaltend tief unten im Glas. Im Gaumen kommt er voll Fett, fruchtig Süss und mit Würze. Ein Langweiler ist dieser ganz sicher nicht, aber ob er das Zeug für Grosses hat, wird die Zeit zeigen.
Am 10-11-2009 15,5/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas, an der Degustation der Union des Grands Crus.

   
1947

Château Lafaurie-Peyraguey. Ins Orange gehende Farbe. Ein kaum zu beschreibend schönes Bouquet, eines wie ich es noch nie riechen durfte und wohl kaum so zu finden ist. Auch im Gaumen zeigt er sich höchst fein und vollmundig. Ich liess etwa 3 cm in der Flasche, diese rochen noch nach einem halben Jahr verblüffend gut. Leider ist der Rest jetzt eingetrocknet.
Am 15-03-1987 18/20 aus dem Vinum/Chardonnay/Riedel-Glas.